Kinotipps «Thanks for Sharing» und «Transformers: Age of Extinction» Sex, Pink und Blechschaden

Um verletzte Seelen und Blechschäden geht's in den zwei Hollywood-Produktionen, die man diese Woche sehen sollte - wenn man ausser purer Unterhaltung keine weiteren Ansprüche stellt. 
Haben Sex- und Alkoholsucht hinter sich:  Adam (Mark Ruffalo) und Mike (Tim Robbins).
© Ascot Elite

Haben Sex- und Alkoholsucht hinter sich: Adam (Mark Ruffalo) und Mike (Tim Robbins).

«Thanks for Sharing»

Die US-Komödie nimmt den Therapie-Wahn und Pseudo-Psycho-Jargon unserer Zeit gekonnt aufs Korn. Im Zentrum steht der sexsüchtige Adam (Mark Ruffalo), sein dicker Freund und Frotteurist Neil (Josh Gad), sein Mentor Mike (Tim Robbins), seine neue Flamme (Gwyneth Paltrow) und der  heisse Neuzugang in der «Danke fürs Zuhören»-Runde, die Coiffeuse Dede (Pink alias Alecia Moore). Die Story ist vorhersehbar (mit Happy End, what else?) und dünn, aber nicht dümmlich, die Schauspieler eher unterfordert, aber mit Spass bei der Sache.

Gelungenes Leinwanddebüt: Pink alias Alecia Moore als sexsüchtige Dede.
© Ascot Elite

Gelungenes Leinwanddebüt: Pink alias Alecia Moore als sexsüchtige Dede.

Die grösste positive Überraschung: Pink. Die kesse Rockröhre spielt all die anderen alten Leinwand-Hasen glatt an die Wand! Wer «The Kids Are All Right» mochte, sitzt bei «Thanks for Sharing» im richtigen Film. Beide Feelgood-Movies stammen vom gleichen Autor: Stuart Blumberg. Sein «Kids»-Drehbuch war für einen Oscar, einen Golden Globe und den BAFTA-Award nominiert. 

«Transformers: Age of Extinction»

Blechschaden, von Michael Bay bombastisch inszeniert.

Blechschaden, von Michael Bay bombastisch inszeniert.

Mit noch weniger Handlung kommt unser zweiter Filmtipp aus: Gutes Blech gegen böses Blech, viel Krach, Chaos und Krawall. Wer drauf steht - unbedingt ein Kino mit Dolbo 7.1-Anlage wählen! Nur da krachts so richtig. Viel interessanter sind die Zahlen hinter der 3-D-Produktion von Michael Bay, Hollywoods führendem Sprengmeister: 210 Millionen Dollar hat der Spass (Länge zwei Stunden 45 Minuten) um die Auto-Mutanten gekostet, dreissig bis vierzig Prozent der Kosten verschlangen die digitalen Effekte, nur acht Millionen kosteten die Autos (alles Unfallwagen, zur Beruhigung von grünen Gemütern). 752 Mio Dollar spielte der Boys-Toy-Spass in den USA ein (Stand: 13. Juli, das zur Beruhigung von Buchhaltern). Neunzig Prozent der Stunts führte Mark Wahlberg übrigens selber aus. Und gefühlte 60 Zentimeter Umfang haben seine Bizepse… 

Wo bleibt der Truck? Tüftler Yaeger (Mark Wahlberg), seine Tochter Tessa (Nicola Peltz) und deren Freund Shane (Jack Reynor).
© © 2013 Paramount Pictures.

Wo bleibt der Truck? Tüftler Yaeger (Mark Wahlberg), seine Tochter Tessa (Nicola Peltz) und deren Freund Shane (Jack Reynor).

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