Mit Style ins Wochenende Unsere Links und Tipps gegen Langeweile

Es ist wieder soweit, das Wochenende steht vor der Tür! Wo wir die Nacht zum Tag machen, uns mit philosophischen Fragen beschäftigen und Schweizer Performancekunst hautnah miterleben, erfahrt ihr hier.
Sophie Jung, [@real, too] eh, co–?: “nah, cis. us!”, 2015. Photo: Philipp Hänger / Kunsthalle Basel
© Sophie Jung, Foto: Philipp Hänger / Kunsthalle Basel

Sophie Jung, [@real, too] eh, co–?: “nah, cis. us!”, 2015. Foto: Philipp Hänger / Kunsthalle Basel.

Sehen: New Swiss Performance Now, Basel 
> 19. Januar bis 18. Februar
Performance passt so perfekt in unsere Zeit, weil sie ein Erlebnis in Realtime bietet. Auch junge Schweizer Kunstschaffende entdecken die Darstellungsform vermehrt wieder, die unmittelbares Dabeisein von Macher und Betrachter erfordert. Die Kunsthalle Basel widmet sich ab dem 19. Januar ganz der Performance und passt je nach Darbietung auch ihre Öffnungszeiten  an. 

Erleben: Museumsnacht, Basel 
> 19. Januar, 18 bis 2 Uhr
Am Freitag, 19. Januar, bleiben die Museen in Basel bis 2 Uhr nachts geöffnet und bieten ein abwechslungsreiches Programm. Im Cartoonmuseum Basel sind zum Beispiel Animationsfilme von Lorenzo Mattotti zu sehen. Für Sportinteressierte, die gern eine Faszienrolle zur Hand nehmen: Um 20 Uhr hält der Faszienforscher Robert Schleip im Anatomischen Museum Basel einen Vortrag zur Bedeutung des muskulären Bindegewebes in der modernen Medizin. Und im Ausstellungsraum Klingental findet ab 22 Uhr ein Maskenball statt. Sehr cool: Für alle unter 26 ist die ganze Museumsnacht gratis.

Sehen: Georg Baselitz, Basel
> 21. Januar bis 29. April
Georg Baselitz, genau, das ist der, der seine Bilder auf dem Kopf malt. Der Deutsche, der am 23. Januar achtzig wird, zählt zu den bekanntesten Künstlern unserer Zeit. Nun stellte die Fondation Beyeler in Riehen eine Retrospektive zusammen, die viele seiner wichtigsten Gemälde und Skulpturen aus sechzig Jahren vereint. 

Georg Baselitz Adler
© Georg Baselitz

Georg Baselitz, «FingermalereiAdler», 1972.

Erleben: Philosophie-Festival, Zürich 
> 18. bis 20. Januar
Im Kulturhaus Kosmos findet das Zürcher Philosophiefestival statt mit dem Überthema «Ich, Ich, Ich» und hochkarätigen Gästen. So sprechen etwa am Freitag um 20 Uhr die Lifestyle-Bloggerin Nives Arrigoni, Unternehmer Roger Schawinski und Kolumnist Philipp Tingler über «Me, my selfie and I – Selbstinszenierung über alles?». Am Samstag um 17.30 Uhr unterhalten sich Schauspieler Mike Müller und der Philosoph René Scheu über «Meine Heimat und ich. Was bin ich, wenn ich Schweizer bin?». Erklärtes Ziel des Festivals: Die Philosophie raus aus dem Elfenbeinturm ins Getümmel der Stadt bringen. Stürzen wir uns rein!

Hören: Nordische Sagen und Musik, Zürich 
> 21. Januar, 11.15 Uhr
Trolle, Elfen und andere magische Wesen prägen die Sagen aus dem hohen Norden. Am Sonntag, 21. Januar, liest Thomas Sarbacher aus dem finnischen Nationalepos «Kalevala» und aus dem Buch von Hans Christian Andersen «Elfenhügel», dazu gibt es Musik von Edward Grieg und Per Nørgård.

Stöbern: Opernhaus Kostümverkauf, Zürich
> 20. Januar, 10 Uhr

In so manchen Kantonen steht ja die Fasnacht vor der Tür, aber auch für die nächste Mottoparty gibt es am Kostümverkauf des Opernhauses Zürich so manche Trouvaille zu erstehen. Ab 10 Uhr auf der Studiobühne.

Sehen: Die Hauptstadt, Zürich
> 18. Januar, 20 Uhr (Premiere), weitere Aufführungen bis mindestens 19. Februar
Für seinen Roman «Die Hauptstadt», in dem es um Brüssel und die dort Ansässigen geht, erhielt Robert Menasse vergangenen Herbst den Deutschen Buchpreis. Daraus ist ein Theaterstück entstanden, das heute Donnerstag, 18. Januar, am Neumarkt uraufgeführt wird.

Sehen: Christa de Carouge, Zug
> bis 18. Februar
Die Schöpferin der charakteristischen, wallenden Gewänder in Schwarz, Christa de Carouge, ist gestern Mittwoch 81-jährig verstorben. Das Zuger Kunsthaus zeigt noch einen Monat lang ihr Schaffen in einer Gesamtschau. Anders als sonst im Museum steht vor ihren Werken: Bitte berühren. Carouge verstand ihre Kleider nicht als Mode, sondern als Wohnraum für die Menschen.

Christa de Carouge
© Christian Lanz, Zèrich

Christa de Carouge trug immer Schwarz.

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