Hier gehts um Milliarden Es gibt sie wirklich, die berüchtigten «Crazy Rich Asians»

Bis jetzt residierten sie im Geheimen. Dabei sammeln sie Luxusimmobilien wie braune M&Ms und setzen zwecks standesgemässem Transport auf einen oft mehrere Flugzeuge starken Tross. Die «Crazy Rich Asians» sind keine Erfindung. Sondern echt. 

Rund 2000 Frauen können sich jährlich laut Harper’s Bazaar in massgeschneiderte Haute Couture hüllen. Offenbar wird dieser Markt aktuell von Asiatinnen dominiert. Den «Crazy Rich Asians», denen Kevin Kwan nicht nur eines, sondern gleich drei satirisch angehauchte Bücher gewidmet hat. Die gleichnamige Hollywood-Schmonzette gilt übrigens als einer der wichtigsten Filme des Jahres. Dies nicht nur, weil angeblich erstmals überhaupt ein ausschliesslich asiatischer Cast den Film stemmt. Auch, weil Kwan die Tür zu einer geheimen, faszinierenden und fast an der Grenze zum Dekadenten existierenden Gesellschaft an Überreichen aufgestossen hat. Die «Crazy Rich Asians» sind nicht seiner galoppierenden Fantasie entsprungen. Es gibt sie. Und sie heissen Feiping, Michelle, Heart und Rachel.

Crazy-reich heiraten: Feiping Chang, It-Girl aus Hongkong, Fashion-Ikone und Lifestyle-Unternehmerin

Als Lincoln Li seine Feiping anno 2016 um ihre Hand bat, definierte er die Gesetze der Natur neu. «Er lud mich zum Fischen ein. Wir ruderten auf einen kleinen See und plötzlich waren da hunderte Enten», erinnert sich Feiping im Interview mit der Vogue an diesen Moment. Ihr Schatz wollte eine Szene aus «The Notebook» nachstellen. Doch weil in Neuseeland gerade Entenjagd-Saison war, oganisierte der verliebte Li bei Züchtern ein paar Hundert Enten und deponierte sie auf dem See. Feiping fand das sehr «aufmerksam» von ihm. Denn Feiping (Chang mit Nachnamen) hat mit xoxoFei.com eine der grössten Lifestyle-Websiten Asiens gegründet und gilt als DAS It-Girl Hongkongs. Auf den Antrag folgte die Hochzeit auf Capri. Feiping verliebte sich in die Villa Lysis. Dort durfte bis jetzt noch nie jemand heiraten. Was tun? Die Villa auf eigene Kosten renovieren, dann klappt das auch mit der Bewilligung. Und den Garten, den hat das Paar natürlich auch neu angelegt. «Wir wollten diesen wilden Look», sagt Feiping. Natürlich passten die Blumen auch zur komplett neu designten Einrichtung und zu den Tellern. Giambattista Valli schneiderte für Feiping laut asiatischen Medien das grösste Hochzeitskleid seines Lebens.

 

Crazy-erfinderisch: Heart Evangelista, Künstlerin, Schauspielerin, Designerin

Eigentlich heisst Heart Evangelista Love Marie Ongpauco-Escudero. Mit 13 fing sie an zu arbeiten. Als Model in Werbespots, dann kamen die ersten Rollen. Inzwischen ist sie auf den Philippinen ein Superstar und verheiratet mit einem Senator, der einst um den Job des Vize-Präsidenten buhlte. In ihrer Freizeit engagiert sie sich für Tiere. Ihre Familie väterlicherseits gehört das Barrio Fiesta Food-Imperium. Ihre Mutter brachte eine Zuckerrohr-Plantage mit in die Ehe. Evangelista sitzt bei den Pariser Couture-Shows gerne in der ersten Reihe. Mode inspiriere sie zu ihrer eigenen Kunst, sagte sie in einem Interview. Sie hat schon mehrere Ausstellungen ausverkauft. Ihr aktueller Hit: handbemalte Birkin-Taschen. Die Idee kam ihr, weil ihre eigene Birkin beim Besuch im familieneigenen Fast-Food-Restaurant ein paar Frittieröl-Flecken abbekommen hatte. Sie habe dann einen Vogel und einen Ast drüber gemalt – und jetzt sind die Taschen im exklusivsten Kundenkreis der Überhype.

 

Crazy-historische Debütantinnen: Rachel und Michelle Yeoh, Erbinnen, Fashion-Ikonen

Rachel und Michelle Yeoh studieren noch. Michelle schliesst bald ihr Jus-Studium ab, ihre Zwillingsschwester vertieft sich in ihr Politik-, Philosophie- und Jus-Studium. Die zwei stammen aus einer sehr exklusiven malayisch-chinesischen Familie. Ihre Wurzeln haben sie in Kuala Lumpur, die Schule besuchten sie in einem englischen Internat. Ihr Vater ist der offenbar schwerreiche Bauunternehmer und Philanthropist Dato’ Sri Michael Yeoh. Das Trio hat 2015 Geschichte geschrieben. Als erste Debütantinnen aus Malaysia durften sie den Queen’s Charlotte Ball im Kensington Palace besuchen. Jährlich dürfen 17 bis 20 Debütantinnen teilnehmen. Das Auswahlverfahren für die Feier, die jahrhundertelang ausschliesslich britischen Royals vorbehalten war, umfasst ein Interview und Schulungen in gehobener Etikette. Seit da haben sie sich in der internationalen Mode-Szene einen Namen gemacht. Sie sitzen gerne in der Front-Row. Das sei eine liebgewonnene Familien-Tradition und würde sie an ihre Kindheit erinnern.

 

Our feature in the September issue of @harpersbazaarus is out today and I could not be more grateful and honoured to have been a part of this. Thank you to my dear friend @kevinkwanbooks and the entire dream team at Harper’s Bazaar for the most magical week in Paris. It feels as though it was just yesterday when we were caught up in the craze of fashion week, rushing between shows and events, but most importantly enjoying the chaos together. Thank you also to @fendi for these dreamy haute couture looks fresh off the runway and @cartier for the bling Link in bio to see the full feature. Production: @kathryn___rice Creative Direction: @carrielauren Photographer: @matthieusalvaing Fashion Editor: @cassieanderson212 #crazyrichasians #hautecouture #fendi #cartier #theritz #parisfashionweek #harpersbazaar

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