5 erfolgreiche Frauen packen aus – Teil 2 Schlecht geschlafen? Diese Tipps helfen gegen die Müdigkeit

Wie wird man mit einer schlechten Nacht fertig? Das haben wir fünf erfolgreiche Frauen gefragt, die rund um die Uhr funktionieren müssen. Hier kommen ihre Tricks.  
Model mit halbgeschlossenen Augen
© Getty Images

 

Barbara Lax

Sanft mit sich

Als ich vor sieben Jahren mein Start-up gründete und alles nicht so glatt lief, wie ich dachte, lag ich in der Nacht sehr oft stundenlang wach, zählte die Stunden und war verzweifelt. Und am Tag drauf lustlos und deprimiert. Erst mit der Zeit wurde mir klar, dass es der Schlafmangel war, der mir so sehr aufs Gemüt schlug. Eine Freundin, die Coach ist, hat mir geholfen. Dank ihr lernte ich, mich in schlaflosen Stunden abzulenken, anstatt mich in Ängste und Sorgen hineinzusteigern. Ich las auf dem iPhone Zeitungen und surfte. Mittlerweile klappt der Ablenkungstrick meist auch ohne Handy. Ich denke an etwas Schönes und schlafe wieder ein. Heute überbewerte ich Niedergeschlagenheit nach einer schlechten Nacht nicht mehr. Ich weiss, morgen ist ein neuer Tag. Ich bin grosszügiger mit mir. Geschäftstermine halte ich immer ein, aber ich vermeide schwierige Telefonate und E-Mails. Ich esse mehr Warmes, weil ich schneller friere, und habe eher mal Lust auf ein Butterbrot. Frische Luft tut auch gut. Wenn ich es schaffe, zu joggen, höre ich Podcasts wie ‘How I Built This’, das motiviert mich. Das höchste der Gefühle ist, wenn mein Mann unsere achtjährige Tochter abends ins Bett bringt und ich ein Melissenbad nehmen kann.

Stephanie von Orelli

Ruhe und frische Luft

Klar gibt es Nächte, in denen ich keinen Schlaf finde. Manchmal wegen meiner Arbeit, dann wieder, weil eines meiner drei Kinder mich wach hält. Aber die Müdigkeit am nächsten Tag verdränge ich, ich denke einfach nicht daran. Sie beeinflusst auch meine Stimmung nicht. Wir Ärzte sind so sozialisiert. Wenn es wirklich mal nötig und möglich ist, mache ich auf dem Sofa in meinem Büro eine zwanzigminütige Siesta. Ich bin Höchstleistungen gewohnt, Operationen dauern oft vier bis sechs Stunden. Belastbarkeit ist Voraussetzung meines Jobs. Yoga und Meditation liegen zeitlich nicht drin, stehen aber auf dem Plan. Die Kinder sind mein Ausgleich. Ich radle täglich um sieben eine halbe Stunde ins Spital und bin dort schön wach. Nach einer schlafarmen Nacht esse ich mittags leicht: Salat, Suppe, Ei, Käse. Ich trinke zwei Liter Tee und maximal fünf Kaffees. Wenn der Tag streng ist und ich viel stehe, trage ich Stützstrümpfe. Dadurch bleibt die Flüssigkeit im Kreislauf und staut sich nicht in den Beinen. Durchwachte Nächte stecke ich schlechter weg als früher. Dafür schlafe ich am Wochenende aus – am liebsten in unserem Haus in den Bergen, wo es ganz ruhig ist und die Luft frisch. Beides schätze ich immer mehr. Dort verbringe ich viel Zeit in der Küche, etwa beim Zopfbacken. Das ist meditativ, und ich gebrauche meine Hände. Das liebe ich. Deshalb operiere ich auch so gerne.

Hier geht es zu Teil 1 mit den Tipps von Lauren Wildbolz, Sita Mazumder und Anna Baumgartner >

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