Kinotipps «I Feel Pretty» und «Isle of Dogs»

Die Wetterprognosen fürs lange Wochenende (fertig lustig Sommer, vorläufig) sprechen für einen Kinobesuch. Wer wissen will, was Frauen wollen, sitzt in «I Feel Pretty» mit Amy Schumer im richtigen Film, Hundefans sei «Isle of Dogs» von Wes Anderson empfohlen.

«I Feel Pretty» 

Die Hollywood-Komödie ist eine humorige Lektion in Body Positivity. Der Körpertrend der Saison lässt sich mit dem Begriff Selbstliebe nur unzulänglich übersetzen. Gemeint ist, dass Frau nicht ein Mager-Idealbild anstreben soll, sondern besser lernen, mit den eigenen Makeln glücklich zu werden. Darum geht’s in «I Feel Pretty»: Renee (Amy Schumer) ist eine Wuchtbrumme im XXL-Format. Beim Sturz vom Trimmrad stösst sie sich den Kopf, der gerät durcheinander. Renee sieht sich selber im Spiegel stark verändert: schlank, schön, sexy; eine Traumfrau aus dem Lookbook. Und so benimmt sie sich auch: divenhaft selbstsicher und dauerflirtend. Sie macht auch furchtlos an einem Bikini Contest mit. Dumm nur, sieht alle Welt die alte, runde Renee. Wie ihre Kolleginnen in der Modelagentur (mit dabei: Naomi Campbell, Emily Ratajkowsi), ihre Chefin (Anne Hathaway) und ihr neuer Boyfriend (Rory Scovel) auf die neue/alte Renee reagieren, ist sowohl komisch wie tragisch. Eine Scheibe von ihrem Selbstbewusstsein abschneiden können wir aber alle im Kinosaal. 

«Isle of Dogs»

Fans vom Kinomagier Wes Anderson («Darjeeling Limidet», «Moonrise Kingdom») haben sich den Starttermin schon lange vorgemerkt. Mit seinem zweiten Animations-Puppenfilm nach «Fantastic Mr. Fox» spricht er nun auch Hundefans an, mit einer sehr freien Adaption von Kurosawas Klassiker «Die sieben Samurai». Für die Geschichte, in der der kleine Atari seinen vermissten Hund auf einer japanischen Müllinsel sucht, hat der notorisch scheue Filmemacher wieder seine Stammschauspieler Edward Norton, Bill Murray, Tilda Swinton und Harvey Keitel aufgeboten, neu dabei im Voicecast sind auch Yoko Ono, Bryan Cranston, Frances McDormand, Great Gerwig, und Scarlett Johansson. Auch sein Kollege und Drehbuchautor Roman Coppola redet mit.

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