#FreeTheNipple Wie Emily Ratajkowski immer wieder das Nippel-Verbot auf Instagram ausreizt

Das Model posiert auf ihrem Instragram-Account gerne hüllenlos. Für die 26-Jährige sind solche Auftritte ein Ausdruck ihrer Weiblichkeit und nicht verwerflich.
Emily Ratajkowski Streetstyle
© Getty Images

Eine «Wardrobe Malfunction» (zu deutsch: Garderoben-Fehlfunktion) muss einem nicht unbedingt peinlich sein. Beweisstück 1: Emily Ratajkowskis Post auf Instagram. Auf dem Foto trägt sie ein tief ausgeschnittenes Tanktop, dass ihr linker Nippel zu sehen ist, scheint sie herzlich wenig zu interessieren.

 

 

Ein Beitrag geteilt von Emily Ratajkowski (@emrata) am

Zwar hat sie den Busenblitzer zensiert bevor sie das Bild geteilt hat, ihre über 19 Millionen Follower feiern sie dennoch für den #FreeTheNipple-Moment.

It’s a nipple everyone has them, I say you go girl!

… kommentierte ein begeisterter Fan unter den Post. Das Thema ist nicht neu, aber immer noch aktuell: Nacktheit ist auf Instagram nicht gern gesehen. Zumindest, wenn es um Bilder geht, auf denen Geschlechtsverkehr, Genitalien, Nahaufnahmen nackter Gesässe abgebildet sind – oder eben weibliche Brustwarzen. Denn: Anders als bei männlichen Nippeln geht das soziale Netzwerk stark dagegen vor. Aus der Nähe betrachtet sehen sich männliche und weibliche Brustwarzen sehr ähnlich. Für die sozialen Medien ist das noch lange kein Grund, sie gleich zu behandeln. Männer oben ohne sind okay, Fotos von weiblichen Brüsten werden konsequent gelöscht.

Brüste? In der Werbung okay, auf Instagram verboten

Emily glänzte ja noch nie mit Zurückhaltung, wenn es um ihre Kleiderwahl ging. Weder auf Instagram, noch in Fotoshootings – halt einfach überall. Über ihren Account promotet sie regelmässig «Self-Empowerment» und einen normaleren, respektive einen offeneren Umgang mit Nacktheit. Wir erinnern uns auch an ihren transparenten Trenchcoat, in dem sie sich kürzlich – natürlich ohne etwas drunter – präsentiert hat:

 

Sneak peek

Ein Beitrag geteilt von Emily Ratajkowski (@emrata) am

Für Werbung müssen sie immer wieder herhalten, auf der Social-Media-Plattform dürfen sie nicht gezeigt werden. Eine etwas scheinheilige Doppelmoral, die unsere Gesellschaft im Umgang mit Brüsten zeigt. Instagram-Chef Kevin Systrom rechtfertigt die Richtlinien damit, dass es nur darum gehe, Instagram zu einem «möglichst sicheren Ort für Teenager und Erwachsene» zu machen. Bestimmte Regeln müssten nun mal eingehalten werden, damit jede und jeder die Plattform nutzen könne. 

Dem Online-Magazin Allure erzählte Emily im vergangenen Jahr, dass dieser Zustand sie hat realisieren lassen, wie «fucked» unsere Gesellschaft ist. Denn beim Anblick von Brüsten würden wir nicht an Schönheit und Weiblichkeit denken, sondern hätten sofort vulgäre, übersexte Bilder im Kopf. Dabei sollten wir unseren Körper feiern können. Und darstellen. Jeder so, wie er möchte.

Auch interessant