Jetzt im Heft Women Who Dare

Warum Emma Watson 1.4 Millionen spendet, Jennifer Lawrence sich eine Auszeit nimmt und welche Frau sich in der Welt der Mode gerade besonders stark macht > 
Women Who Dare: Natalie Portman, Emma Watson, Adwoa Aboah, Jennfier Lawrence, Hanne Gaby Odiele, Ashley Graham
© Getty Images, Bildmontage: Style

Wir schreiben das Jahr 2018 und leben in einer Zeit, in der Frauen sich gegen Benachteiligung wehren, für ihre Rechte einstehen und gemeinsam kämpfen. Es ist die Zeit von #metoo, #timesup und #womensmarch: Schauspielerinnen kämpfen gegen sexuelle Belästigung an, Models machen sich für mehr Body Positivity und Diversität stark. Zwischen all diesen Frauen (im und abseits des Rampenlichts) ist Adwoa Aboah, die Frauen mit ihrer Seite Gurls Talk eine Plattform bietet, sich über Dinge auszutauschen, die sonst tabuisiert werden. Und Emma Watson, die gerade mit einer Spende von 1.4 Milllionen Dollar mithilft, das britische Pendant zur Time's-up-Bewegung aus den USA zu gründen. Aber beginnen wir von vorne … 

Die Schaupielerinnen: Emma Watson und Jennifer Lawrence

Zu den Golden Globes Anfang Januar riefen Stars wie Natalie Portmann, Reese Witherspoon und Meryl Streep dazu auf, auf dem Roten Teppich in schwarzen Kleidern Solidarität zu zeigen. Der Anfang von Time's up: Unterstützt von unzähligen Berufskolleginnen wurde ein offener Brief publiziert, Geld gespendet und auf sich aufmerksam gemacht. Auch Emma Watson war von Anfang an dabei. Die UN-Sonderbotschafterin für Frauenrechte setzt sich schon lange für das Thema der Gleichberechtigung ein. Klar, dass dazu auch das Ende sexueller Belästigung am Arbeitsplatz gehört. Wie Emma selbst auf Instagram betont, ist es ihr allerdings wichtig, dass sich Time's up nicht nur auf ein Land beschränken soll. Die 27-Jährige machte deshalb kurzen Prozess: Pünktlich zu den BAFTAs spendete sie 1.4 Millionen Dollar und schrieb einen weiteren offenen Brief. Die Geburtsstunde des Justice & Equality Fund ist da, dem britischen Pendant zu Time's up. Gemeinsam mit Emma Watson zählen unter anderem auch Naomi Harris, Keira Knightley und Saiorse Ronan zu den Unterstützerinnen. 

Women Who Dare – Emma Watson setzt sich ein
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#metoo und #timesup sind aber nicht die einzigen Bewegungen, für die sich gefühlt ganz Hollwood derzeit einsetzt: Erst kürzlich gab Jennifer Lawrence an einer Pressekonfernz bekannt, dass sie es mit der Schauspielerei in nächster Zeit etwas ruhiger nehmen wolle. Sie plane, sich nächstes Jahr ehrenamtlich bei der US-amerikanischen Organisation Represent.us einzusetzen und damit junge Leute zu ermutigen, sich politisch zu engagieren. Damit will Jennifer ihren Beitrag zur Bekämpfung von Korruption leisten und wie sie selbst sagt, «die Demokratie retten». Obwohl sie uns auf der Kinoleinwand fehlen wird, finden wir ganz klar: starke Entscheidung!

Das Model: Adwoa Aboah

Adwoa Aboah und ihre Plattform Gurls Talk
© Getty Images, Instagram/adwoaaboah, Instagram/gurlstalk, Bildmontage: Style

Aber nicht nur in der Filmindustrie tut sich was. Der letzte Fashion Month zeigte deutlich: Team Diversity ist auf dem Vormarsch. Plus-Size-Models wie Ashley Graham erobern die Laufstege, wieder andere nutzen ihren Bekanntheitsgrad, um sich in den sozialen Medien für soziale Anliegen stark zu machen. Unter ihnen ist auch Adwoa Aboah. Lange bevor sie zu einem gefragten Model wurde, gründete die 25-jährige Britin die Plattform Gurls Talk. Damals hatte sie nur wenige Follower und keine Ahnung, dass ihr irgendwann sogar Auszeichnungen wie «Model of the Year» verliehen werden würden. Doch Adwoa sprach offen über ihre Vergangenheit mit Depressionen. Mit ihrer eigenen Geschichte ermutigt sie so junge Frauen über das zu sprechen, was am Familientisch oftmals keinen Platz findet. 

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