Kinotipps «The Greatest Showman» und «Darkest Hour»

Zwei bedeutende Männer der Weltgeschichte erstehen jetzt im Kino wieder auf: der englische Premier Winston Churchill, Golden-Globe-würdig verkörpert von Gary Oldman in «Darkest Hour», und Zirkus-Gründer P. T. Barnum, mit grosser Geste gespielt von Hugh Jackman in «The Greatest Showman».

«Darkest Hour»

Szene aus «Darkest Hour»
© Universal Pictures International

So kennt die Welt Winston Churchill (Gary Oldman): rauchend, denkend, Pläne schmiedend. 

Drei Meister machen den Film zum Must-See: Natürlich erstens Gray Oldman in der (viel künstlich angesetzten) Haut von Polit-Genie Winston Churchill. Für seine herausragende Leistung hat der Engländer Oldman eben den Golden Globe geholt und darf auf eine Oscar-Nominierung hoffen. Zweitens der Regisseur Joe Wright, einer der aufregendsten Filmemacher von der Insel. Ihm verdanken wir Meisterwerke wie «Pride & Prejudice», «Atonement» oder «Anna Karenina». Der dritte im Bund: Anthony McCarten, der brillante Drehbuchautor, aus dessen Feder «Death of a Superhero» oder «The Theory of Everything» stammen.

Erzählt wird die Geschichte, wie die Amerikaner während des zweiten Weltkrieges den greisen, zögernden britischen Premiere-Minister mit allen Mitteln überreden und letzendlich zwingen, die Invasion der Alliierten in der Normandie mit massiven Truppenverbänden zu unterstützen. Churchill, der im ersten Weltkrieg die Schlacht von Gallipoli befehligt und folglich das Drama und die x-tausend Toten zu verantworten hatte, befürchtet, dass sich das Fiasko in der Normandie wiederholen wird. Für den alten Polit-Haudegen sind es die dunkelsten Stunden seiner langen Karriere.

Szene aus «Darkest Hour»
© Universal Pictures International

Seine Frau Clementine (Kristin Scott Thomas) ist die einzige, auf die der bärbeissige Choleriker Churchill hört.

«The Greatest Showman»

Szene aus «The Greatest Showman»
© 2017 Twentieth Century Fox Film Corporation

P. T. Barnum (Hugh Jackman) versammelt Artisten und Freaks um sich.

Was Churchill für die Weltpolitik war, war P. T. Barnum (1810-1891) für die Welt der Unterhaltung: eine prägende Figur. Der findige und windige Geschäftsmann hat das Showbusiness quasi erfunden, erst mit Kuriositätenkabinetten, wo er Freaks ausstelle, dann mit dem Wanderzirkus. Sein abenteuerliches, schrill-buntes Leben erstrahlt nun als Musical auf unseren Leinwänden. Mit dem australischen Charmebolzen Hugh Jackman ist die Rolle des Zirkusdirektors perfekt besetzt. An seiner Seite spielen singen und tanzen Michelle Williams als seine Frau, Zac Efron als sein Partner und Zendaya als fliegender Engel unter der Zirkuskuppel.

Szene aus «The Greatest Showman»
© 2017 Twentieth Century Fox Film Corporation

Die schöne Schwedin Rebecca Ferguson, ausgebildete Sängerin, singt erstmals in einem Film.

Szene aus «The Greatest Showman»
© 2017 Twentieth Century Fox Film Corporation

Barnum (Hugh Jackman) will seiner Liebsten (Michelle Williams) die Welt zu Füssen legen.

Der Film ist Eskapismus in Reinkultur, genau das, was man an einem tristen Januarabend braucht. Hier ein kleiner Vorgeschmack: 

Mehr zum Film und dem bunten Cast gibt es in der aktuellen Ausgabe von Style zu lesen, jetzt an Ihrem Kiosk.

Auch interessant