Rezept: Dessert Dienstag Zimt und Zucker Cookies

Es gab eine Zeit in meiner Kindheit, da dachten meine Eltern jetzt wird sie wahnsinnig... Im wahrsten Sinne des Wortes. Denn ich hörte nachts immer Mücken in meinem Zimmer. Obwohl da wirklich gar keine Mücken waren (es war Dezember, ähem). Doch dieses «Summ-Summ» trieb mich in den Wahnsinn...  
fork and flower X SI Style Rezept: Zimt und Zucker Cookies
© fork and flower / www.forkandflower.com

Es stellte sich heraus, dass es das Tageslichts-Installations-Dings für die Orchideen im Wintergarten unserer Nachbarn war, die halt permanent summte (auch nachts)... Ähm, ja. Als wir das dann endlich, nach vielen Nächten des Mückenjagens, rausfanden, konnte ich wieder wunderbar schlafen, 100% mückenfrei.

Diese Geschichte ist mir letztens wieder eingefallen, als ich zu Hause in Ruhe auf meinem Sofa sass - für einmal weder Musik noch Fernseher an - ein Buch las und plötzlich ein Geräusch hörte. Da war immer wieder dieses «Knabbern», oder «Feilen». Es schien vom Wohnzimmertisch zu kommen. Total gaga, gäll? Dachte ich auch. Und sagte mir okay, das Holz knackt wohl wegen der Kälte/Wärme/whatever... Und wegen meiner Historie als Mückeneinbildnerin ermahnte ich mich dazu, normal zu bleiben und keine Gespenster zu sehen (hören). Als der Tisch aber immer wieder knackte wurde ich unsicher. Aus reiner Neugier - und obwohl ich keine Ahnung hatte wonach ich suchte - habe ich den ganzen Tisch abgesucht. Und tatsächlich: an einer Stelle unter dem Tisch lag ein feines Häufchen Sägemehl. Obwohl die Putzperle gerade erst da war (und meine Putzperle ist super gründlich). Was ich da hörte war also ein Holzwurm, der seinen Weg durch meinen Tisch knabberte! Kaum zu fassen, dass ein so kleiner Wurm so einen riesen Lärm machen kann (mein erster Gedanke). Mein zweiter Gedanke: der frisst meinen Wohnzimmertisch! Wie lange mag das gehen, bis der sich vollkommen im Nichts aufgelöst hat? Nun, ich denke bis dahin bin ich wohl selber auch von Würmern zerfressen... Also lasse ich den Holzwurm eben bei mir wohnen. Und mache die Musik ein bisschen lauter, wenn ich alleine zu Hause bin. Vielleicht wird es ihm dann ja zu bunt und er zieht aus, hehe. Die Moral von der Geschichte: schön zu wissen (für mich selbst), dass ich also doch nicht ganz wahnsinnig bin (oder zumindest nicht so richtig).

Zu diesen Cookies hier: Virginia von «Zucker, Zimt und Liebe» nennt sie Snickerdoodles. Snickerdoodles sind in den USA sehr berühmt. Haben aber nichts mit Snickers (wie man annehmen könnte) zu tun. Eigentlich bestehen sie hautpsächlich aus Zucker und Zimt - weswegen ich sie auch so (um)benannt habe. Excusez-moi. Vielleicht ist noch anzumerken, dass die Guetzli wirklich ultra süss sind... Also mir fast ein bisschen zuuuu süss (und ich mag eigentlich süss sehr). Deswegen habe ich die Zuckermenge ein bisschen reduziert im Rezept unten. Nicht, dass wir alle noch einen Zuckerschock haben, ähem.

Erbibt ca. 24 Stück
Rezept adaptiert von dem Kochbuch "Zucker, Zimt und Liebe" von Virginia Horstmann

Zutaten:
140 g Zucker
120 g brauner Zucker
120 g weiche Butter
1 Ei
200 g Mehl
1 Prise Salz
1 TL Backpulver
2 TL Zimt
Mehr Zimt und Zucker zum wälzen der Cookies

Zubereitung:
Zunächst einmal, wenn man backen will, sollte man wirklich früh genug die Butter rausnehmen. Besser schon am Abend vor dem Backabenteuer. Den Ofen auf 200 Grad Unter- und Oberhitze vorwärmen und ein (oder besser zwei) Backblech mit Backpapier belgen. In einer Schüssel die weiche Butter mit dem Zucker cremig rühren (von Hand oder in einem Standmixer). Dann das Ei hinzugeben und noch mal rühren. In einer anderen Schüssel das Mehl mit dem Salz, Backpulver und Zimt vermengen. Zu der Butter-Masse geben und einarbeiten. Der Teig sollte fest und formbar sein. Virginia geht so vor, dass sie nun den Teig einfach in gleichmässig grosse Kugeln formt.

Kleiner Exkursus zum Kugelnformen / Cookiesbacken: Wobei ich mir nie ganz sicher bin bei Cookies, ob man zuerst nicht noch den Teig kühlen sollte...? Es ist nämlich ganz einfach: kalter Teig (mit kalter Butter) bewirkt, dass die (kugeligen) Cookies beim Backen weniger weit auseinander gehen (also in die Breite laufen). Während warme Butter natürlich noch schneller schmilzt und dementsprechend schneller läuft. Hmm. Ich habe schlussendlich aus Faulheit den Teig zwar nicht gekühlt, dafür aber die Keks-Kugeln zunächst vor dem Backen leicht angedrückt (flach gemacht), aus Angst sie könnten sonst Kugeln bleiben anstatt Cookies werden... Stellte sich heraus das war wirklich ganz und gar nicht nötig! Also, mein Votum: macht einfach die Kugeln und vertraut darauf, dass sie auseinander gehen und schöne, flache Cookies werden. 

Also, formt gleichmässige Kugeln (etwa so gross wie eine Walnuss). Dann in Zimt-Zuckergemisch wälzen und mit genügend Abstand zueinander auf das Backpapier legen. Während 8 Minuten golden backen. Abkühlen lassen und erst dann vom Blech nehmen (die Kekse sind anfangs noch sehr weich wenn sie warm sind).

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Zucker, Zimt und Liebe

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Backen ist Liebe

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Backsonntag

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Zucker-Erdbeeren von der Määs in Luzern

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In den USA werden sie "Snickerdoodles" genannt. Ich nenne Sie "Zimt und Zucker Cookies".

Rezept: Scarlett Gaus von www.forkandflower.com

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