Rezept: Vegi Freitag Giardiniera, aka eingemachtes Gemüse

Ich bin – theoretisch – immer noch in den Ferien. Und da man (oder geht es nur mir so, vielleicht?) da bekanntlich faul ist, machen wir heute einen auf Fast Food... Macht ihr mit?
fork and flower x SI Style - Rezept: Giardiniera
© fork and flower / www.forkandflower.com

Giardiniera und anderes eingemachtes Gemüse

Das Tessin, wo ich diese Woche in den Ferien war, kombiniert für mich das Beste aus zwei Welten: einerseits fühle ich mich hier zu Hause (ist immerhin immer noch ein Stück der Schweiz) – und andererseits wie in den Ferien. Alles mit ein bisschen Italianità? Sign me up!

So haben wir denn diese Woche auch fast nur Italienisch gegessen (bis auf das eine mal Fremdgehen im Seven Asia; ist ja auch fast ein Muss). Und wie war es anders zu erwarten: das Bikini zwickt (ein bisschen mehr als vorher). Wie wird es im Film «Maria, ihm schmeckt’s nicht!» so schön gesagt? «Die Italiener fressen Weissmehl am Morgen, am Mittag, am Nachmittag und am Abend». Seufz, tja, leugnen ist vergeblich. Wobei ich neben Pizza, Pasta und Pane – und den gelegentlichen Salumi (ich gebe es offiziell und unter der Gefahr, bei den Vegis verpönt zu sein, zu: ich liebe Salami *Herzchen*) – ganz ehrlich auch das Gemüse an der Italienischen Küche sehr liebe. Contorni, anyone? Ich bin ein grosser Fan!

Doch, weil ich ja gerade einfach nur der Faulheit (oder schöner gesagt: dem «Dolce Far Niente») fröne(n will) (siehe oben), gönnen wir uns heute ein schnelles Glas eingemachtes Gemüse mit dem sonoren Klang «Giardiniera». Bonus wenn das Gemüse von der Mama eingemacht wurde, und man, um seinen Hunger zu stillen, wirklich fast keinen Finger krümmen muss, ausser um das Glas aufzumachen (ähem, ich verwöhnter Goof). Das Rezept gebe ich euch trotzdem preis (falls ihr demnächst mal einen nicht faulen Tag haben solltet, dann freut ihr euch nämlich in den kommenden kalten Tagen garantiert umso mehr), und dazu sogar noch einen (soeben per Telefonino eingetroffener Extra-Tipp der Mama (mia): Man kann wirklich jedes beliebige Lieblingsgemüse verwenden (oder weglassen); alles geht! Was das eigentliche Verspeisen betrifft (denn da bin ich ja wiederum die Expertin) empfehle ich, die Giardiniera für sich zu geniessen. Dazu passen hervorragend jegliche Sorten von Salumi (auf die wir heute – ob des Vegi Freitags – natürlich verzichten, höhöm), ein Stück Käse oder eine cremige Burrata (kostet doch sage und Schreibe 10 Stutz pro Stück, ist es aber jede einzelne Kalorie wert, promise), eine handvoll Oliven, ein paar Scheiben rustikales, knuspriges Brot und ein Gläsli (oder zwei) Vino. Hast du auch schon Hunger? Buon appetito! Fast Food forever.

Man braucht: verschliessbare Gläser (Grösse und Form nach Belieben) *ich rechne hier mit einem grossen 1 Liter Glas
Zubereitungszeit: 2 Stunden + 2 Tage
Ergibt: viel :)

Zutaten:
1 kg Gemüse nach Wahl; z.B. Auberginen Peperoni, Zuchini, grüne Bohnen, Blumenkohl, Fenchel, Karotten – auch fein sind Broccoli, Sellerie, Selleriestangen, oder Pilze – in lange Streifen (oder Rösli) geschnitten
1 Zwiebel, in Streifen geschnitten
1 (pro Glas) Knobli, geschält
1 Liter kaltes Wasser
1 Liter Weissweinessig
1 1/2 Tassen Meersalz
1 EL schwarze Pffeferkörner
1 (pro Glas) rote Peperoncino (mittelscharf) 
2 (pro Glas) Lorbeerblätter
Kräuter und Gewürze nach Wahl: Thymian, Rosmarin etc.
½ Liter Olivenöl
½ Liter Sonnenblumenöl

Zubereitung:
Salz, Wasser und Essig in eine grosse Schüssel geben. Das geschnittene Gemüse, Zwiebel und Knoblauch in die Schüssel geben, so dass alles zugedeckt ist. Notfalls mehr Essig und Wasser dazu geben (Verhältnis 1:1). Mit Klarsichtfolie abdecken und wenn nötig mit einem Gewicht beschweren, so dass das Gemüse abgedeckt bleibt. Übernacht stehen lassen. Am nächsten Tag das Gemüse abtropfen und eine Weile im Sieb stehen lassen. Dann auf Geschirrtüchern (über einem Rost) auslegen zum Trocknen. Wieder für einen Tag stehen und trocknen lassen.

Am nächsten Tag saubere, sterile Gläser (zuerst im Ofen oder im Geschirrspüler oder in heissem Wasser sachgemäss sterilisieren) dicht mit Gemüse füllen. Dazu in jedes Glas eine Knoblauchzehe, ein paar Pfefferkörner, ein Lorbeerblatt und einen Peperoncino geben. Mit dem Öl (zuerst mit dem Sonnenblumenöl) auffüllen, bis das ganze Gemüse schön abgedeckt ist. Zuerst etwas stehen lassen, bis alle Luftbläschen weg sind. Gut verschliessen und für mindestens 2-4 Wochen stehen lassen vor dem Geniessen.

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Stille Reserven 

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Typischer "Herrgottswinkel", gefunden im Tessin

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Ascona Lakeside

Rezept: Scarlett Gaus www.forkandflower.com

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