Richard Lampert Teppiche Teppiche gegen Opium

Die deutsche Möbelfirma Richard Lampert liess drei Teppiche in Afghanistan fertigen, um mit dieser Beschäftigung einer Familie eine Alternative zum illegalen Opiumhandel zu bieten.
Plakat in Afghanistan
© Karin Struck

Obwohl der Anbau von Schlafmohn in Afghanistan verboten ist, wird ein Grossteil des Bruttoinlandsprodukts mit der Herstellung von Opium erzielt. 

Afghanistan kennt eine reiche und vielfältige Kultur, die Erzeugnisse der traditionellen Handwerkskunst waren einst begehrte Handelsprodukte auf der Seidenstrasse. Wegen des langen Krieges kam die Wirtschaft grösstenteils zum Erliegen. Der Anbau von Schlafmohn ist daher bis heute für viele Familien die einzige Möglichkeit, Geld zu verdienen – obwohl es verboten ist. Das Projekt «Papaver somniferum» der deutschen Möbelfirma Richard Lampert sollte das alte Handwerk fördern. Der Designer Designer Alexander Seifried entwarf drei Motive, die botanische Illustrationen aus dem Jahr 1880 aufgreifen. Die psychedelische Bildsprache bildet einen Querverweis zum Mohnanbau. Entstanden sind zwei runde ein rechteckiger Teppich, die von einer Familie in den Bergen von Farabazeid auf einem einfachen Webstuhl im Garten geknüpft wurden. Ob die Teppiche als fixer Bestandteil in die Kollektion aufgenommen werden, ist allerdings noch nicht klar. Offenbar sei es leider nicht so einfach, in Afghanistan geregelte Arbeitsbedingungen herzustellen und eine konstante Qualität zu sichern, wie es von Seiten der Firma heisst.

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