Oscars 2016 Die Oscar Verleihung in 3 Minuten

Leo, Brie, Alicia, Mark, oh my… Da war vielleicht was los heute Nacht bei den Academy Awards. Wie? Die Verleihung verschlafen? Kein Problem, wir haben sie von vorne bis hinten geschaut – das war los
Oscars 2016
© Getty Images

Das Beste kommt, das wissen wir dank Hollywood, zum Schluss. Die lange Oscar-Nacht bewies das hinlänglich. Als «Spotlight» endlich den hochverdienten Königs-Oscar als bester Film des Jahres geholt und verdankt hatte, wurde es hierzulande schon wieder hell. Davor gab es alles, was wir von der grössten Party des Showbusiness auch erwarten: glamouröse Stars, einen souveränen Host, nette Reden, Tränen, strahlende Sieger, gute Verlierer mit ihrem schönsten, gespielten Lächeln  Showtime eben. 

Alles gabs. Stundenlang. Nach einem etwas verpatzten Start allerdings erst. Die Aufwärmrunde auf Pro7 hätte man sich schenken können. Uninspirierter Smalltalk am roten Teppich, peinlicher Fashion-Check, zu viele nicht zustandegekommene Umschaltungen und nicht angehaltene Stars. Hätte ich mir besser einen alten Leo-Film angeschaut. Sekunden bevors dann richtig losging, tauchte auch noch die Beste auf: Jennifer Lawrence. In ganz wenig Kleid (von Dior). Sah aber klasse aus. Sie sieht ja in allem klasse aus. 

Die Glanzlichter auf dem Roten Teppich: Lady Gaga im weissen Hosenrock, Alicia Vikander in Gelb, Cate Blanchett in türkiser Blumenwolke, Brie Larson in Blau, Rachel McAdams und Saoirse Ronan in Grün, Julianne Moore in Chanel. Pharrell Williams. Und Jared Leto. Leo DiCaprio kam mit seiner Mutter und dankte schon mal rundum.

Auf die Welcome-Rede von Chris Rock durfte man gespannt sein, nach der Empörung über die «zu weissen» Oscars 2016. Und Rock rockte auch gleich los, mit Schwarz-Weiss-Humor, mit grosser Geste, grosser Klappe, viel Schalk und noch mehr Charme. Das braucht schon Mut, sich da hinzusellen, stundenlang, vor Trizillionen Hinschauern. Chapeau! Und die Latte für den Host liegt hoch. Erinnert sich noch jemand an Whoopie Goldberg? So hoch!!

Mit Alicia Vikander bekam dann bald eine Favoritin den Oscar als beste Nebendarstellerin. Verdient hätte ihn dieses Jahr schlichtweg Jede: Kate Winslet, Rachel McAdams, Rooney Mara, etwas weniger Jennifer Jason Lee. Gewünscht habe ich ihn Miss Vikander. Entzückend in gelbem Louis Vuitton Dress, mit dem Goldmännchen im Arm. Den dritten Oscar in Folge holte der Kameramann Emmanuel Lubezki, das Auge von Alejandro Innarritu, wie schon bei «Birdman» letztes Jahr und bei «Gravity» vor zwei Jahren. Grosse Kunst, was der macht. Mit «Amy» hat ein Dokumentar-Film gewonnen, den man jeden ans Herz legt, der Miss Winehouses Stimme vermisst. Und wer tut das nicht?

Dann wurden eine Ewigkeit lang allerlei Oscars auf den Nebenschausplätzen vergeben, an unsereins eher unbekannte Namen. Es wurde den Verstorbenen gedacht, gesungen, geredet.  Es wurden viele dieser korrekten Dankesreden heruntergerasselt. Nicht ein Skandälchen, kein Stolperer, kaum Tränen, Spektakel war gestern. Erste Standing Ovation fürs Goldmännchen bekam um halb sechs dann endlich Ennio Morricone, der 80-jährige Westernheld aus Italien. Und noch vor sechs durfte sich Alejandro Inarritu als bester Regisseur fühlen. Brie Larson sich – mehr als verdient – als beste Hauptdarstellerin. Und nachdem klar war, dass auch Leonrado DiCaprio endlich mal als Gewinner heimgehen darf, ist dann bald Ende gut, alles gut. Leo legt noch ein gutes Wort für unseren Planeten ein, dann kommt der liebe Gott des US-Kinos in Form von Morgan Freeman. Er verkündet den Oscar für den besten Film: Spotlight. Ein Hammer von Film! Haben wir bereits empfohlen … Jetzt geht Hollywood dann feiern. Ich beruhigt ins Bett.

Anita Lehmeier, klebt am TV während der Oscar-Nacht. Seit «Rocky», der allererste, einen Oscar holte. 

Zu den spektakulärsten Looks vom Red Carpet geht es hier >

 

 

 

Auch interessant