Das Warten hat ein Ende So schön ist der Pirelli Kalender 2019

Neigt sich ein Jahr dem Ende zu, wartet das nächste schon in den Startlöchern. Mit neuem Kalender. Pirelli-Kalender, um genau zu sein! Und so sieht der 2019 aus.
Gigi Hadid im Pirelli Kalender 2019
© Pirelli Kalender 2019, Albert Watson

Model Gigi Hadid gibt die sehnsüchtige Frau, die eigentlich schon alles hat, aber trotzdem nicht ganz glücklich ist.

Es gibt diese Institutionen, wie zum Beispiel Victoria’s Secet, denen es irgendwie einfach nicht gelingen mag, mit der Zeit zu gehen. Das Schönheitsideal ist immer noch utopisch, die Dessous knapp und für «echte» Frauen kaum tragbar. Und dann gibt es den Pirelli Kalender. Was 1964 als sexy Pin-up-Beschau anfing, ist heute ein begehrtes Medium für Starfotografen, um sich künstlerisch auszuleben und eine Geschichte zu erzählen. Die Frauen sind immer noch drin, ja. Aber statt spärlich bekleidet plumpe Fantasien zu bedienen, steckt hinter den Bildern inzwischen eine Message. 

Annie Leibovitz fotografierte 2016 zwölf starke, erfolgreiche Frauen, darunter Serena Williams, Patti Smith und Amy Schumer. Unverschnörkelt, unaufgeregt, vor einer grauen Wand. Ein Jahr später verfolgte Peter Lindbergh das gleiche Schwarz-Weiss-Konzept, zeigte Julianne Moore, Nicole Kidman, Uma Thurman und Robin Wright, allesamt bekleidet, dafür ungeschminkt. Dann eine besonders wichtige Ausgabe des Kalenders: Tim Walker inszenierte einen ausschliesslich schwarzen Cast für die Pirelli-Edition 2018. Naomi Campbell, Adwoa Aboah, Whoopi Goldberg und Lupita Nyong’o tummelten sich in kunterbunten Märchen-Kulissen à la «Alice im Wunderland».

2019 wird das Jahr des Story-Tellings

Albert Watson holte sich die Models Gigi Hadid und Laetitia Casta, Ballet-Star Misty Copeland und Schauspielerin Julia Garner vor die Linse und entwickelte für jede einzelne eine Geschichte.

Als ich mich mit dem Projekt befasst habe, wollte ich, dass es sich von den anderen unterscheidet. (…) Letztendlich versuchte ich Bilder zu kreieren, die von schöner Qualität und Tiefe sind und eine Geschichte erzählen, statt nur eine Person zu porträtieren – wie Stills aus einem Film.

erklärt der Fotograf seine Idee. Ein bisschen Haut ist hier und da natürlich trotzdem zu sehen – sonst wäre es ja auch nicht der Pirelli-Kalender. Trotzdem finden wir, das mit der Darstellung von Frauen und Werten, das hat er irgendwie raus, dieser Reifenhersteller aus Mailand. Da kann sich so manch ein (Dessous-) Brand gern mal was abschauen.

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