Unsere Favoriten Lieblings-Lesestoff für die Badi

In Badis ist es von Hause aus schön! Neben dem kühlen Nass und obligatorischen Sonne-Tanken bringen sie aber noch einen weiteren Vorteil mit: viel Zeit zum Lesen. Wer noch Lektüre-Tipps sucht, wird hier sicher fündig > 
Unsere Favoriten

«Hier bin ich», Jonathan Safran Foer
Das Buch zu lesen war teilweise harte Therapiearbeit, teilweise pure erleichternde Erkenntnis. «Der beste Schriftsteller unserer Generation» verarbeitet in seinem letzten Werk das Scheitern (s)einer Ehe, und wer auch schon mal das Ende einer Liebesbeziehung betrauern musste – also jeder – wird sich in vielen Sätzen wiederfinden. Klingt nicht gerade nach leichter Badi-Lektüre … aber mir, die ich die letzten Seiten unter Tränen im Tram las, wäre der Schutz eines schattigen Baumes und der Sonnenbrille gerade recht gekommen.
Priska Hofmann, Stv. Chefredaktorin

Entweder ein schlaues Buch, «Astrophysics for People in a Hurry» von Neil deGrasse Tyson, damit man die Leute als Intellektueller getarnt, hinter der Sonnenbrille, in Ruhe beobachten kann, oder einen rasant geschriebenen US-Krimi wie «The Fix» von David Baldacci, bei dem man sogar in der Dämmerung verzweifelt versucht weiterzulesen.
Richard Widmer, Fashion & Style Director

«Meine geniale Freundin», Elena Ferrante
Es ist nun wirklich nicht der originellste Tipp, denn dass man sich dieses Buch zu Gemüte führen sollte, konnte man schon überall lesen. Aber es ist eben tatsächlich eine faszinierende Geschichte rund um zwei Mädchen aus ärmlichen Verhältnissen im Neapel der 50er Jahre, um Freundschaft, Konkurrenz, Liebe. Ich habe die vier Bände verschlungen. Auf deutsch erscheint der dritte Teil Ende August, der letzte ist für Februar 2018 vorgesehen.
Nina Huber, Redaktorin

«Elefant», Martin Suter
Entzugsdelirium oder wahr gewordener Kindertraum? Ein Alkoholiker findet in seiner Bleibe ein lebendiges, rosarotes Mini-Elefäntchen, das in der Dunkelheit leuchtet. Er weiss nicht, wie es entstand und woher es kommt, aber ihm ist klar, dass die Person, die es vermisst, alles tun wird, es wieder in seinen Besitz zu bekommen. Ein gefühlvoller Roman vom Zürcher Schriftsteller Martin Suter (Diogenes) mit einer Illustration von Christian Niemann als Covermotiv, den ich in zwei schönen Sommertagen mit viel Freude gelesen habe.
Sabina Hanselmann-Diethelm, Chefredaktorin

«Jürgen», Heinz Strunk
In der Badi hab ichs gern easy-peasy, weil ich durchs zwischenzeitliche Abtauchen, Leute-Gucken und kühle-Drinks-Konsumieren eh ständig abgelenkt bin. Da kommt mir Jürgen, der aktuelle Roman von Heinz Strunk gerade recht. Die endlos ironischen und zynischen Helden des Hamburgers, die meistens auf sehr charmante Art und Weise zu bemitleiden sind, sorgen – zumindest bei mir – immer für herrliche Unterhaltung.
Laura Scholz, Digital Director

«Sommerhaus, später», Judith Hermann
Wirklich keine Neuheit. Schon eine Weile habe ich mir vorgenommen, dieses Buch zu lesen  seit ich vor zwei Jahren im Gymnasium einen Text von Judith Hermann analysieren musste nämlich. Die Kurzgeschichte «Sommerhaus, später», die dieser Sammlung von Texten ihren Namen gibt, hat mir ausserordentlich gut gefallen. Hermann scheint Erinnerungen zu konservieren, schreibt die aufregenden Sommer-Abenteuer mit Freunden nieder, mit einer positiven Haltung und doch auch einem (angenehm) melancholischen Anstrich. Ich freue mich darauf, mir jetzt endlich auch den Rest des Buches einzuverleiben.
Samuel Haitz, Modeassistent

«Carol», Patricia Highsmith
Ich habe das Buch letzthin am Strassenrand in einem «Gratis zum Mitnehmen»-Haufen gefunden, habe es mit in die Badi genommen und wurde sofort in die Liebesgeschichte zweier junger Frauen im New York der 50er Jahre hineingezogen. Eine leicht zu lesende, berührende Story über die grosse Liebe, einen Roadtrip und das Erwachsenwerden. 
Laura Catrina, Senior Fashion Editor

«Der Club», Takis Würger
Ich muss zugeben, ich bin noch gar nicht fertig damit. Ich muss wohl öfter in die Badi. Und dort nicht plaudern, sondern lesen. Bisher jedenfalls ist dieser Roman ganz spannend, denn irgendwas läuft schief im dekadenten und elitären Pitt-Club an der Universität Cambridge. Die Geschichte von Hans Stichler, was so herrlich nach einem Charakter Hermann Hesses klingt, rührt mich wie alles von eben genau dem. Ausserdem ist das Buch so hübsch gestreift und macht sich herrlich auf dem Badetuch.
Linda Leitner, Style Weekly

«Ein wenig Leben», Hanya Yanagihara
«Lest dieses Buch! Ihr werdet nie wieder dieselben sein! Es wird euer Herz in tausend Stücke brechen» – Tweets wie dieser haben mich auf den Besteller von Hanya Yanagihara aufmerksam gemacht. In die Geschichte über vier Männer, das Hin und Her der Zeiten, Schauplätze und Perspektiven kann man eintauchen wie in ein Schaumbad. Den dicken Schinken trage ich, ohne mich zu beschweren, immer wieder in die Badi und bin froh um die leichte Atmosphäre am Wasser, die mich die erschütternde Geschichte etwas einfacher verdauen lässt.
Rahel Zingg, Volontärin

«Bevor ich jetzt gehe», Paul Kalanithi
In der Badi übers Sterben sinnieren? Man möchte meinen, das passe nicht. Hat man diese berührende Geschichte aber gelesen, geniesst man die Sonne auf der Haut, das Plätschern des Wassers und die Anwesenheit der liebsten Freunde gleich noch mehr. Und wer merkt schon, ob die roten Augen von Tränen oder dem Chlorwasser stammen? 
Carla Reinhard, Redaktionsassistentin Style Weekly

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