Unsere Favoriten Die zehn besten Bücher für 2018

Lange Winterabende auf dem Sofa sind wie dafür gemacht, sich wiedermal einer guten Lektüre zu widmen. Hier kommen die zehn Lieblingsbücher unserer Style-Redaktoren.
Der letzte Schnee, Engeler-Verlag, Arno Camenisch

Schöne Lektüre an einem Winterabend: «Der letzte Schnee» von Arno Camenisch, Engeler-Verlag.

Ein wenig Leben von Hanya Yanagihara
Als wir gemeinsam in den Ferien waren, schenkte mir ein guter Freund das Buch der amerikanischen Schriftstellerin mit hawaiianischen Wurzeln weiter, das er soeben fertig gelesen hatte. Es heisst «Ein wenig Leben» von Hanya Yanagihara. Sobald ich etwas Ruhe finde, widme ich mich den 958 Seiten.
Sabina Hanselmann-Diethelm, Chefredaktorin

To Kill the President von Sam Bourne
Sam Bourne ist das Pseudonym des Guardian-Kolumnisten Jonathan Freedland. Ein erschreckender Thriller mit Jetzt-Zeitbezug. Packend geschrieben und so aktuell, dass ich ihn zwischenzeitlich weglegen musste.
Richard Widmer, Fashion & Style Director

Behold the Dreamers von Imbolo Mbue
Ein junger Mann aus Kamerun sucht in New York nach einem besseren Leben und wird Chauffeur eines Bankers. Und dann spielt das Leben, wie es halt so spielt. Ob's MEIN Buch 2018 wird, kann ich noch nicht sagen. Aber es ist das erste – und ich finds grossartig!
Kristin Müller, Moderedaktorin

The Sun and Her Flowers von Rupi Kaur
Der Gedichteband der 25-jährigen Kanadierin wird auf Social Media gerade gehypt. Ich will 2018 herausfinden, was dahintersteckt. Anscheinend soll das Buch auch etwas für Menschen sein, die mit Gedichten sonst nicht so viel am Hut haben.
Carla Reinhard, Redaktorin Style Weekly

Im Wald mit Peter Wohlleben
In den Ferien im Urwald von Costa Rica hatte ich als Reiselektüre «Der Wald» von Peter Wohlleben dabei  und war fasziniert vom Wissen des Försters und seiner Fähigkeit, ein Sachbuch so spannend wie ein Krimi zu halten. Nun habe ich mir «Das geheime Netzwerk der Natur» (Ludwig Verlag) besorgt und freue mich auf das nächste freie Wochenende für die Lektüre.
Anita Lehmeier, Leitung Magazin/Text

The Joy of Less von Francine Jay
Ich arbeite als Redaktorin bei einem Modemagazin und blogge nebenbei – bei mir häuft sich also zwangsläufig eine ganze Menge an. Die Therapie dazu: regelmässiges Ausmisten. In diesem Jahr will ich das mit dem Bestseller von Francine Jay auf das nächste Level bringen und mir vom Minimalismus der Amerikanerin eine gute Scheibe abschneiden.
Malin Mueller, Redaktorin Style

Der letzte Schnee von Arno Camenisch
Als Mutter von (demnächst) zwei Kindern kommt das Lesen bei mir leider etwas zu kurz. Da kam mir das neue kleine Buch von Arno Camenisch sehr entgegen. «Der letzte Schnee» spielt in den Bündner Bergen an einer Skiliftstation, die von zwei etwas knorrigen Einheimischen bedient wird. Dank ihren Erinnerungen und Erzählungen erfährt man als Leser von vielen Anekdoten, die manchmal richtig lustig sind, oft aber melancholisch. Wie immer bei Arno Camenisch kommt auch der Tod zur Sprache, wobei der Autor gelernt habe, dass etwas mit dem Ende nicht aufhört, wie er an anderer Stelle mal bemerkte.
Nina Huber, Redaktorin

George Lucas – die ultimative Biografie von Brian Jay Jones
Laaaaange lag das einschüchternd dicke Buch hier in der Redaktion auf meinem Tisch. Das Leben des «Star Wars»-Regisseurs interessiert mich brennend – aber gleich mit 480-Seiten-Commitment? Darauf konnte ich mich Ende 2017 nicht einlassen. Dieses Jahr bin ich bereit für alle Infos, die mir Brian Jay Jones in seinem Schinken seviert. Möge die (Lese-)Macht mit mir sein … 
Laura Scholz, Digital Director

Vogue Living  Country, City, Coast von Hamish Bowles
Regelmässig verlegt die amerikanische Vogue Bildbände mit ihren schönsten Shootings. Natürlich muss ich die haben, besonders wenn das Thema Homestories sind. Im neusten, von Editor at Large Hamish Bowles zusammengestellten, 450 Seiten dicken Buch werden die Interiors vieler Berühmtheiten – Designer, Fotografen, Künstler, Models – gezeigt. Eine wahre Augenweide, viel Inspiration für Wohnenthusiasten und ein kleiner Einblick in die Welt des Glamours und des Geldes. Ja, das muss man einfach sagen: Was man hier sieht, lässt sich mit einem kleinen Geldbeutel nicht bezahlen. Aber zum Glück gibt es ja die Nachtstylings zu unseren Wohnreportagen in jeder Ausgabe der Style, wo wir zeigen, wie man einen Look auch mit kleinem Budget zu sich nach Hause holen kann.
Christine Halter-Oppelt, Design Editor  

Gehen, Ging, Gegangen von Jenny Erpenbeck
Das Buch erschien schon vor zwei Jahren, ist aber beschämenderweise damals an mir vorbei gegangen. Ich habe die Taschenbuch-Version im Orell Füssli entdeckt, weil sie mit der Empfehlung einer Buchhändlerin ausgezeichnet war. Es geht um den pensionierten Berliner Professor Richard, der seine leer gewordenen Tage damit füllt, Flüchtlinge in der nahegelegenen, provisorischen Unterkunft zu befragen. Jenny Erpenbeck beschreibt in einer selten schönen Sprache Verbindungen zwischen inhumanen Schicksalen, altgriechischen Textstücken und ostdeutschen Erinnerungen. Ewig hat mich ein Buch nicht mehr so berührt, beschäftigt und begleitet.
Priska Amstutz, Stv. Chefredaktorin

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