Kinotipps Strangers, A Quiet Place, The Death of Stalin

Diese Woche gibts emotionale Wechselbäder im Kino. Mit einen Schweizer Film Noir, einem untypischen Horrorfilm und einer bitterbösen Satire.
Strangers
© strangersfilm.ch

Strangers

Das Spielfilmdebüt des Zürchers Lorenz Suter ist eine Liebeserklärung an den Film noir. Ein Genre, das der Schweizer Film bisher sträflich vernachlässigt hat. Ein melancholischer Anti-Held (Nicolas Batthany) wird in eine Dreiecksbeziehung mit zwei ungleichen Schwestern (Marina Guerrini, Jeanne Devos) verstrickt. Als eine der Schönen spurlos verschwindet, gerät Tamas in Teufels Küche. Eine weitere Hauptrolle spielt Zürich, quasi die Kehrseite, die weniger noblen Quartiere der City. Ein cooler Erstling und Lowest-budget-Film, der Beachtung verdient – über Zürich hinaus.

A Quiet Place

Ein Science-Fiction-Horrorfilm für Leute, die weder Science Fiction noch Horrorfilme mögen. Man könnte den Film als Arthaus-Schocker etikettieren. Die Story: Eine Familie mit drei Kindern lebt nach einem Alien-Angriff, bei dem der Grossteil der Menschheit ausgerottet wurde, im Wald – und in komplettem Schweigen und Lautlosigkeit. Denn die bösen Ausserirdischen attackieren alles, was Töne macht. Der (fast) wortlose Film bietet zwei grossartigen Schauspielern Gelegenheit, alles mit Körpersprache und Mimik aufzudrücken, was nicht zur Sprache kommen darf: Emilie Blunt und ihr Ehemann John Krasinski (er führt auch Regie).

The Death of Stalin

Darf man über Stalin lachen? Einen Mann, der Millionen in den Gulag schickte? Der mehr Tote auf dem Gewissen hat als beide Weltkriege zusammen forderten? "Man muss die Diktatoren und Drecksäcke blossstellen", findet Ex-"Monty-Python"-Mitglied Michael Palin, der in der Groteske den Genossen Molotow spielt. Wer den Brachial-Humor von Monty Python oder James Francos "The Interview" mochte, sitzt hier im richtigen Film.

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