Mode Suisse 2013 Christa de Carouge

BEREITS ZUM VIERTEN MAL FINDET IN ZÜRICH UND GENF DIE MODE SUISSE STATT. DIE MODEPLATTFORM BRINGT NATIONALE DESIGNER, EINHEIMISCHE UND INTERNATIONALE EINKÄUFER UND DIE PRESSE ZUSAMMEN. DIE BEIDEN ORGANISATOREN URSINA WIDMER UND YANNICK AELLEN SCHAFFEN DAMIT EINE NEUE FORM DES KLASSISCHEN MODE-EVENTS FERNAB VON CÜPLI UND CERVELAT. SI STYLE STELLT JEDEN DESIGNER, DER AN DER MODE SUISSE 2013 MITMACHT, IN EINEM KURZEN PORTRAIT VOR.
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Designerin und Ehrengast Christa de Carouge

Mode Suisse lädt dieses Jahr Christa de Carouge als Ehrengast ein. Die in Basel geborene, gelernte Grafikerin kam 1965 zur Mode, in Carouge bei Genf. Daraus ergab sich ihr Künstlername, der mittlerweile auch so im Pass steht. Ab 1978 entwickelte sie ihren unverkennbaren Stil. Sie orientiert sich für ihre Arbeit an der Architektur, insbesondere an jener von Le Corbusier und an der asiatischen Philosophie. Oft bereiste sie Japan und Tibet, wo sie die fernöstliche Denkweise und Ästhetik kennenlernte und verinnerlichte. Diese prägen ihr Schaffen sowie ihre Lebensweise bis heute.  Dieser Herbst ist ihre letzte Saison in der Mühle Tiefenbrunnen, ihrem Laden in Zürich. Ihre  Marke war einstmals in Berlin, Düsseldorf, Stuttgart und Wien erhältlich. «Aber die weltweite Tendenz der Modebranche, immer überall sein zu wollen, wurde mir plötzlich zuwider», erzählt sie. Denn sie versteht sich als persönlich beratende und begleitende Person ihrer Kunden, was schwer vereinbar ist mit mehreren Filialen. Also entschloss sie sich 2004 dazu, den Laden in Carouge zu schliessen und löste auch gleich die ausländischen Dependancen auf.  

Auch jetzt fällt ihr der Abschied nicht schwer. Loszulassen und neue Ufer anzusteuern gehört zu ihrer Lebenseinstellung. Christa de Carouge gibt sich zwei Jahre Zeit, ihr neues Projekt anzugehen. Es wird mit Kleidern und Textilien – gute Qualität und hochwertige Handarbeit werden ihr dabei immer wichtiger – auf jeden Fall weitergehen.  An der Mode Suisse wird sie ihre Favoriten und Höhepunkte aus vergangenen Kollektionen nochmals ins Rampenlicht rücken. Es sind Kleider in sensationellen Stoffen, die auch schon in Museen ausgestellt wurden, sechs für Frauen, sechs für Männer.  

In der Schweiz zu arbeiten hat sie nie hinterfragt. «Man soll seiner Sache treu bleiben und mit Leidenschaft entwerfen», findet sie. Dem Nachwuchs legt sie ans Herzen, am eigenen Stil zu feilen und diesen stetig weiterzuentwickeln, sich immer wieder zu hinterfragen und mit sich selbst ehrlich zu sein: Kann ich es noch besser? Sie ist überzeugt, dass mit dieser Einstellung, selbst in der Schweiz, ein Auskommen möglich ist.  

modesuisse.com christa-de-carouge.ch

Mode Suisse Showroom & Shops

Zürich - 5. Oktober 2013 - Luma Westbau Löwenbräukunst
Öffentlicher Showroom & Shop, von 11 bis 23 Uhr

Genf - 12. - 13. Oktober 2013 - Le Bal des Créateurs
Öffentlicher Showroom & Shop, von 10 bis 22 Uhr (Samstag) und von 11 bis 18 Uhr (Sonntag)

Aktuell ist die erste Biographie von Christa de Carouge im Handel erhältlich. Das Buch Schwarz auf Weiss von Georg Weber schildert  das Leben der international renommierten Schweizer Modeschöpferin vor dem Hintergrund turbulenter Zeiten. 

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