Mode Suisse 2013 Claudia Zuber feat. Griesbach

BEREITS ZUM VIERTEN MAL FINDET IN ZÜRICH UND GENF DIE MODE SUISSE STATT. DIE MODEPLATTFORM BRINGT NATIONALE DESIGNER, EINHEIMISCHE UND INTERNATIONALE EINKÄUFER UND DIE PRESSE ZUSAMMEN. DIE BEIDEN ORGANISATOREN URSINA WIDMER UND YANNICK AELLEN SCHAFFEN DAMIT EINE NEUE FORM DES KLASSISCHEN MODE-EVENTS FERNAB VON CÜPLI UND CERVELAT. SI STYLE STELLT JEDEN DESIGNER, DER AN DER MODE SUISSE 2013 MITMACHT, IN EINEM KURZEN PORTRAIT VOR.
Griesbach

Das Designer-Duo Katka und Zuzka Griesbach

SI Style: Wer oder was hat Sie zu Ihrer neuen Kollektion inspiriert?
Griesbach: Da wir Taschen kreieren, Lieblingstücke, die uns den ganzen Tag begleiten und uns eine Sicherheit und ein Stück Zuhause geben, inspiriert uns der Alltag, unsere Freunde und unsere Kunden. Bei den Farben und der Haptik des Leders inspiriert uns die Natur, bei uns vor der Haustür sowie auf Reisen. Für diese Frühling/Sommer 2014 Kollektion haben uns die Farben und Strukturen einer wunderschönen Bucht im Licht der untergehenden Sonne inspiriert; ein sattes schimmerndes Dunkelblau, samtiges Graubeige oder ein strukturiertes, weiches Grauweiss.

Welche Person würden Sie am liebsten in einem Ihrer Entwürfe sehen?
Eine Person die Ihren Stil gefunden hat, für edle Materialien schwärmt, Qualität und Handwerk liebt und ihr Herz immer wieder an schöne Dinge verliert. 

Welche Relevanz hat die Mode Suisse für Sie persönlich?
Wir sind zum ersten mal dabei und freuen uns sehr auf viele spannende Begegnungen und positive Reaktionen. Wir sehen Mode Suisse als eine grossartige und glaubwürdige Plattform für die Schweizer Mode.

Welche Kompromisse muss man in der Schweiz als Designer eingehen?
Wir denken, als Designer muss man immer Kompromisse eingehen; nicht mehr oder weniger als Designschaffende in anderen Ländern. 

griesbachweb.com
 

Claudia Zuber

Die Designerin Claudia Zuber

Wer oder was hat Sie zu Ihrer neuen Kollektion inspiriert? 
An erster Stelle inspiriert mich mein Alltag und die Arbeit an der Kollektion an sich. Ich plane nie alles im Vorhinein, die Kollektion entwickelt sich Stück für Stück. Natürlich schaue ich mir an, was andere Designer oder Stylisten gerade machen. Ich suche mir Looks, Einzelteile und Details zusammen, welche mich ansprechen und überlege mir, was ich daraus machen würde. Seit längerem interessiere ich mich für Sportbekleidung, diesmal habe ich mir viele Sportsachen und Farbkombinationen  aus den 70er Jahren angeschaut. Ich mag die Bewegungsfreiheit, welche einem Sportbekleidung lässt,  die legèren, gleichzeitig taffen Looks. Ich bin viel im Wald unterwegs, das erdet mich jeweils wortwörtlich, und diese ruhige, positive Energie soll auch in meine Arbeit einfliessen. Ich möchte lebensnahe, unaufgeregte Mode machen. Weiter suche ich nach Minimalismus und intelligenter Sexyness. Die Blusen sind diesmal bis oben zugeknüpft, dafür zeige ich viel Bein. 

Welcher Look aus der Kollektion verkörpert Ihre Vision am besten?
Das Outfit in schwarz gestreifter Seide mit weissem Kragen darunter. Die Seide ist hand gefärbt und die Streifen einzeln aneinandergenäht. Dieser Aufwand ist spürbar, das Material wirkt super edel. Alles ist aber weit und unkompliziert geschnitten, also total entspannt. Der weisse Kragen wirkt seriös und hat etwas Strenges. Diese Kontraste ergeben den perfekten Claudia Zuber Look. 

Welche Person würden Sie am liebsten in einem deiner Entwürfe sehen?
Kate Moss. Ich bin eben eine Ästhetin, und für mich war sie schon immer die Schönste von allen. Und mich selber in Zukunft hoffentlich noch öfters. Alle Teile, welche ich selber nicht anziehe, mit denen war ich noch nicht ganz zufrieden.

Welche Relevanz hat die Mode Suisse für Sie persönlich?
Die Mode Suisse ist ein bisschen wie ein Familienfest. Es ist super, dass dieser regelmässige Austausch in der Schweizer Modeszene jetzt endlich stattfindet. Wenn man sich unter den Labels umschaut, war die Zeit sicher reif für einen Event, an dem Modedesign aus der Schweiz wieder ernst genommen wird. 

Welche Kompromisse muss man in der Schweiz als Designer eingehen?
Da bin ich mit den Griesbachs einer Meinung, jedoch in umgekehrter Richtung. Als Designerin bin ich nicht besonders kompromissbereit, da kommt es nicht so darauf an, wo ich arbeite. Natürlich ist Zürich keine Grossstadt und die Leute sind nicht so modeaffin wie in anderen Städten. Der Schweizer Streetstyle ist also nicht besonders inspirierend; zwar nicht das Gleiche, aber zum Glück gibt es ja noch das Internet. Ausserdem kann man sich hier als Jungdesigner mit einem Nebenjob über Wasser halten, was anderswo nicht so einfach möglich wäre. An einem Netzwerk innerhalb der Szene arbeiten wir ja gerade, da gibt es noch viel Potential.

claudiazuber.com modesuisse.com

Mode Suisse Showroom & Shops

Zürich - 5. Oktober 2013 - Luma Westbau Löwenbräukunst
Öffentlicher Showroom & Shop, von 11 bis 23 Uhr

Genf - 12. - 13. Oktober 2013 - Le Bal des Créateurs
Öffentlicher Showroom & Shop, von 10 bis 22 Uhr (Samstag) und von 11 bis 18 Uhr (Sonntag)

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