Mode Suisse 2013 Kazu Huggler

BEREITS ZUM VIERTEN MAL FINDET IN ZÜRICH UND GENF DIE MODE SUISSE STATT. DIE MODEPLATTFORM BRINGT NATIONALE DESIGNER, EINHEIMISCHE UND INTERNATIONALE EINKÄUFER UND DIE PRESSE ZUSAMMEN. DIE BEIDEN ORGANISATOREN URSINA WIDMER UND YANNICK AELLEN SCHAFFEN DAMIT EINE NEUE FORM DES KLASSISCHEN MODE-EVENTS FERNAB VON CÜPLI UND CERVELAT. SI STYLE STELLT JEDEN DESIGNER, DER AN DER MODE SUISSE 2013 MITMACHT, IN EINEM KURZEN PORTRAIT VOR.
kazu huggler mode suisse

Designerin Kazu Huggler

SI Style: Wer oder was hat Sie zu Ihrer neuen Kollektion inspiriert?
Kazu Huggler: Eine meiner grössten Inspirationsquellen für die neue Kollektion waren aus Meisenseide hergestellte Kimonos. Die Frühling/Sommer-Kollektion 2014 habe ich daher Meisen 銘仙 getauft. Meisen-Kimonos wurden vorwiegend in der ersten Hälfte des 20 Jahrhunderts getragen. Auf meiner letzten Reise nach Japan besuchte ich in Kyoto einen Antiquitätenhändler und verliebte mich sofort in die bunten Dessins der Meisen Kimonos. Gewagte und verspielte Farbkombinationen, moderne Musterungen und auffällige, frische Farben sind typisch für Meisen. Ich hatte die Idee, diese antiken Kimonos modern neu zu interpretieren. Dem Antiquitätenhändler habe ich eine gesamte Kollektion Meisen abgekauft und diese anschliessend in die Schweiz transportiert. In Zürich wurden daraus von Hand angefertigte originelle und hochwertige Einzelstücke.

Welcher Look aus der Kollektion verkörpert Ihre Vision am besten?
Ich würde sagen der Look mit dem voluminösem Faltenjupe aus antikem, seidenen Meisen-Kimono kombiniert mit einem ärmellosen Seidentop zeigt, wie man diesen antiken Stoff modern tragen kann. Der Jupe ziert ein knalliges Ikat Muster mit Fächern in pink, türkis, schwarz und weiss. Das türkise Top aus Seidensatin überzeugt durch die schlichte Form mit Falteneinsätzen. 

Welche Person würden Sie am liebsten in einem Ihrer Entwürfe sehen?
Am liebsten sehe ich meine Kundinnen in den Entwürfen. Viele dieser Frauen sind berufstätig, haben eine Familie und reisen sehr oft. Sie haben zudem, sei es in ihrem Privat- oder Berufsleben Gelegenheiten, wo sie sich präsentieren müssen.

Welche Relevanz hat die Mode Suisse für Sie persönlich?
Nach dem Studium in Tokyo und London habe ich mich bewusst für die Schweiz entschieden. In Japan tauschen sich Designer oft untereinander aus. Sie pflegen ein starkes Gruppenbewusstsein und sind stolz auf ihre nationale Mode. In der Schweiz arbeiten Designer lieber für sich. Durch Mode Suisse wird es Schweizer Designern ermöglicht, sich gegenseitig auszutauschen und einander Hilfe zu leisten. Es freut mich deshalb sehr, dass Mode Suisse für die Modeindustrie wichtiger wird und wir seit Beginn dabei sein dürfen.

Welche Kompromisse muss man in Schweiz als Designer eingehen?
In der Schweiz hat Mode verglichen zum Ausland einen relativ geringen Stellenwert. Meine Mitstudenten aus Tokyo und London erhalten zwar teilweise mehr Anerkennung für ihre Arbeit jedoch kämpfen sie gegen eine viel grössere Konkurrenz und einen enormen Preisdruck.

kazuhuggler.com modesuisse.com

Mode Suisse Showroom & Shops

Zürich - 5. Oktober 2013 - Luma Westbau Löwenbräukunst
Öffentlicher Showroom & Shop, von 11 bis 23 Uhr

Genf - 12. - 13. Oktober 2013 - Le Bal des Créateurs
Öffentlicher Showroom & Shop, von 10 bis 22 Uhr (Samstag) und von 11 bis 18 Uhr (Sonntag)

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