Kinotipps «Klassiker» Blut, Russ und blaue Bohnen

Heute laufen gleich drei Filme an, bei denen es um Klassiker geht: vom Genre her (Vampire), von der Geschichte her («Die schwarzen Brüder») und vom Hauptdarsteller (der hässlichste Mann, ders zum Filmstar geschafft hat: Danny Trejo). Wir finden: alles sehenswert, in dieser Reihenfolge!
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© Filmcoopi

Die Vampire Eve (Tilda Swinton) und ihr Geliebter Adam (Tom Hiddleston) in «Only Lovers Left Alive».

«Only Lovers Left Alive»

Jetzt hat sich auch Jim Jarmusch, der kompromissloseste aller Independent-Filmer, einem populären Unterhaltungsthema angenommen, dem Vampirfilm. Seine Untoten leben zwar auch vom Blut und müssen das Tageslicht meiden, sind aber überaus kultivierte und sympathische Geschöpfe. Wie sie sich die Zeit über die Jahrtausende vertreiben, wie sie ihre Liebe über die Millennien erhalten, schildert in hypnotischen Bildern die Liebesgeschichte «Only Lovers Left Alive» mit der überirdisch schönen und ebenso  talentierten Tilda Swinton, einem finsteren Tom Hiddleston und der furchterregend fähigen Mia Wasikowska. Jarmuschs Vampir-Film ist eine kitschfreie, poetische
Variante der «Twilight»-Streifen für Erwachsene. Hingehen, wegschmelzen! Mehr zum Film und Tilda Swinton in der druckfrischen SI Style.

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© Filmcoopi

Der Film «Die schwarzen Brüder» beruht auf dem gleichnamigen Literaturklassiker .

«Die schwarzen Brüder»

Einen Klassiker hat sich auch unser Oscar-Preisträger Xavier Koller («Reise der Hoffnung») vorgenommen, die einstige Primarschul-Pflichtlektüre «Die schwarzen Brüder», die Lisa Tetzner und ihr Mann Held 1940/41 allen kleinen Bücherwürmern und deren Kindern geschenkt haben. Die Enkel wiederum, mit Action und Krawall à la «Harry Potter» und der «Twilight»-Saga gross geworden, werden den zugegeben langatmigen Klassiker kaum mehr goutieren. Aber man kann pädagogisch wertvoll versuchen, ihnen die dramatische Geschichte um die Verding-Buben aus dem bitterarmen Tessin des 19. Jahrhunderts auf Leinwand schmackhaft zu machen. Koller zeichnet die Armut weich genug, feiert das Happy-End der tapferen Jungen reichlich, dass kein Kind Schaden an der empfindlichen Seele nimmt, wenns mit harten Tatsachen von einst konfrontiert wird.

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© Open Road Films

Michelle Rodriguez als harte Kämpferin in «Machete Kills».

«Machete Kills»

Leuten ab 18 und mit Hornhaut auf der Psyche und viel Sinn für schrägen Humor legen wir gern den Klamauk «Machete Kills» ans Kino-Herz. Worum es geht ist eigentlich umwichtig, der neue Wurf von Robert Rodríguez, dem Spezi von Quentin Tarantino, lebt vom Cast allein. Allen voran Machete alias Danny Trejo, dem unansehnlichsten Kerl, der seit Marty Feldman die Grossleinwand füllte. Rodríguez scheute sich auch nicht, die ganz Durchgeknallten aufzubieten: Charlie Sheen, Lady Gaga, Mel Gibson. Ein paar Augenweiden hat's dann auch noch dabei: die liebreizende Amber Heard, die coole Michelle Rodríguez und die sexy Lady Gaga, die hier ihr Filmdebüt gibt.

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