Buchtipp «Die Mechanik des Herzens» Der Tod verleiht Flügel

Ein bisschen Erotik, ein bisschen Mystik, etwas Humor und ganz viel Romantik: Das alles gibts in Mathias Malzieus zauberhaftem Roman «Metamorphosen am Rande des Himmels».
Mathias Malzieu: «Metamorphosen am Randes des Himmels», carl's Books
© carl's books

Mit seinem Roman «Die Mechanik des Herzens» landete der Franzose Mathias Malzieu einen Überraschungserfolg, nicht nur in seiner Heimat. Die Geschichte des Jungen mit dem Kuckucksuhr-Herzen hat auch den Filmemacher Luc Besson («Leon», «The Fifth Element») gerührt, er hat sich die Filmrechte gesichert, der Film soll im Frühjahr 2014 in unsere Kinos kommen.  Bis dahin trösten wir uns mit Malzieus neuem Buch «Metamorphosen am randes des Himmels», carl's books. Es ist die abenteuerliche Lebensgeschichte von Tom «Häma-Tom» Cloudman, dem schlechtesten Stuntman aller Zeiten. Seine Begeisterung fürs Fliegen bleibt trotz Narben, Brüchen und Bauchlandungen ungebrochen. Eines Tages erwacht er nach einem missglückten Stunt sprich einem Crash mit einem Auto, im Spital. Bei den Untersuchungen stellt sich heraus, dass Tom Krebs hat und nicht mehr lange leben wird.  Bei einem Streifzug durch das nächtliche Krankenhaus entdeckt er eine Treppe, die ihn aufs Dach führt. In luftiger Höhen trifft er ein seltsames Geschöpf, eine Vogelfrau namens Endophina. Diese schlägt dem Todgeweihten einen Deal vor: Sie rettet ihn vor dem Krebstod, wenn er mit ihr eine Liebesnacht verbringt und ein Kind zeugt. Der einzige Haken: Tom wird sich zum Vogel verwandeln. Endlich richtig fliegen, denkt sich Tom und steigt begeistert auf das Angebot ein. Die herzrührende Geschichte hört sich an wie ein Kindermärchen, ist aber - nicht zuletzt der erotischen Szenen wegen - gar kein Kinderkram, sondern ein Hohelied auf die Liebe, die den Tod besiegt. 

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