Buchtipp «Zwei Zebras in New York» Die Hoffnung trägt Streifen

Sehnsucht, Fantasie, Liebe, Träume, Optimismus - das sind die Zutaten, die dieses hübsche kleine Buch zum Leckerbissen für  romantische Seelen machen.  
Marc Michel-Amadry: «Zwei Zebras in New York», C. Bertelsmann
© C. Bertelsmann

Marc Michel-Amadry: «Zwei Zebras in New York», C. Bertelsmann

Die beiden Zebras, die uns auf dem feinen Leineneinband versprochen werden, sind leider schon auf Seite 9 tot. Nach dem letzten Angriff der Isralis auf Gaza ist dem Zoodirektor das Futter für die gestreiften Bewohner ausgegangen, die beiden Huftiere sind verhungert. Damit nicht mit den Zebras auch die Hoffnung für die Kinder Gazas stirbt, malt der findige Zoo-Chef zwei Esel mit Streifen an. Die heitere Episode mit dem tragischen Kern landet in der Rubrik Vermischte Meldungen in der «New York Times». Dieser Splitter Menschlichkeit im täglichen New-Wahnsinn setzt nun eine Kettenreaktion in Gang, die am Schluss das Leben einer Handvoll Menschen komplett verändert. Marc Michel-Amadry, der für die Uhrenmarke TAG Heuer und das Auktionshaus Sotheby's Zürich arbeitete, serviert uns mit seinem Erstling, erschienen bei C. Bertelsmann, einen appetitlichen Happen gedruckten Soulfoods, süsse Rahmtüpfelchen bilden das halbe Dutzend holzschnitt-artiger Illustrationen von Carla Nagel. Raffiniert verknüpft der Neuenburger Autor die Handlungsstränge ineinander und schlingt sie zur Happy End-Schlaufe für alle Protagonisten - ausser eben den Zebras. 

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