Sounds der Woche Dudley Perkins, Ronny Trettmann & Katy B

Voilà, da sind wir wieder. Zwischen den Jahren, wie man so sagt. Mit vollen Bäuchen, roten Backen und grosser Lust die Seele ein wenig baumeln zu lassen. Gute Musik tut das Ihre dazu – zum Beispiel die von Wirrkopf Dudley Perkins. 

Album der Woche
Dudley Perkins «Dr. Stokley»

Früher war der Kalifornier Dudley Perkins als Rapper Declaime unterwegs. Dann entdeckte er sein wahres Talent: so tun als würde er singen. Sein Album «A Lil’ Light» von 2003, produziert von Beatmaestro Madlib, bot allerschlurfigsten Soul. Songs, die nach Einsamkeit, aber auch nach einer wirren Form von Erleuchtung klangen und in deren Hintergrund funky HipHop-Beats rollten. Seither hat er, oft gemeinsam mit seiner Lebenspartnerin Georgia Anne Muldrow und ihren vom 70ies Funk infizierten Rhythmen, ein weitläufiges, herrlich schiefes, vollgepafftes Paralleluniversum gezimmert. «Mr. Stokley», sein neuster Streich, verleiht dem Wahnsinn neue Würze. Anspieltipp: «Cessation».


Ronny Trettmann «Skiurlaub»
Ein Dancehall-Song in sächsischem Dialekt mit Autotune Effekt, der die Freuden des Skiurlaubs thematisiert: Es gibt nichts, was es nicht gibt. Dazu hat sich Ronny Trettmann aus Obergräfenhain bei Leipzig mit Stereo Luchs und Phenomden gleich doppelte Schweizer Unterstützung gesichert und sich gleich noch den besten Agenten des britischen Königreichs als Skilehrer dazugeholt.


Katy B «Crying For No Reason»
Katy B, das ist dieser Londoner Rotschopf mit Pop-Ambitionen und Club-Affinität. Auf ihrer neuen Single offenbart sie genau das in ziemlich hoher Perfektion. Der Song weitet sich und weitet sich, die Bilder wirken unterstützend. Dick aufgetragen, aber gut. 

Auch interessant