Kinotipps «American Hustle» & «Winter's Tale» Von Gaunern und geflügelten Gäulen

Der Oscar-Favorit «American Hustle» ist der beste Beweis, dass Komödien nicht nur lustig, sondern auch klug und anspruchsvoll sein können. Köstlich komisch! Wer einfach nur schwelgen und seufzen und einen schmachtenden Colin Farrell geniessen will, sitzt bei «Winter's Tale» im richtigen Film. Heillos romantisch!
Süss, schlau, sexy: Amy Adams als Gangsterliebchen.
© Ascot Elite

Süss, schlau, sexy: Amy Adams als Gangsterliebchen in «American Hustle».

«American Hustle»

Jeder betrügt jeden, feiern tun sie trotzdem zusammen: (v. l.) Amy Adams, Bradley Cooper, Jeremy Renner, Christian Bale, Jennifer Lawrence.
© Ascot Elite

Jeder betrügt jeden, feiern tun sie trotzdem zusammen: (v. l.) Amy Adams, Bradley Cooper, Jeremy Renner, Christian Bale, Jennifer Lawrence.

Endlich mal wieder eine Komödie im Kino, die wir vorbehaltlos loben wollen! Die Geschichte um Betrügereien im grossen Stil ist schnell und schlau, das Setting der späten Siebziger Jahre ein Augenschmaus (wers miterlebt hat, tut sich ein wenig spät-schämen - fanden wir solche Outfits und Frisuren wirklich schick?, wers nicht erlebt hat, darf sich kringeln) und der Cast ist vom Allerfeinsten. Christian Bale (mit Toupet über falscher Glatze) in seiner ersten Komödien-Rolle haut einen um als Schmalspurganove.  Bradley Cooper als eitler Italo-Macho bestätigt erneut, dass mit ihm zu rechnen ist in den kommenden Jahren - seinen «Hangover»-Einstieg verzeihen wir ihm mittlerweile gern. Auch der auf Haudegen spezialisierte Jeremy Renner beherrschat das komische Fach locker.

Herrlich neurotisch: Jennifer Lawrence als betrogene Ehefrau.
© Ascot Elite

Herrlich neurotisch: Jennifer Lawrence als betrogene Ehefrau.

Und die zwei verfeindeten Ladies Amy Adams und Jennifer Lawrence sind schlicht Spitzenklasse, wir sähen beide gern am 3. März eine Oscar-Dankesrede halten.  «American Hustle» ist hochkarätiger Spass! Da ist alles dabei, was wir im Kino wollen. 

«Winter's Tale»

Ihnen bleibt kaum Zeit zum Glück: Jessica Brown Findlay und Colin Farrell
© Warner Bros (Transatlantic) Inc.

Ihnen bleibt kaum Zeit zum Glück: Jessica Brown Findlay und Colin Farrell.

Ein gutaussehender Waisenjunge, der sich zum erfolgreichen Einbrecher mausert, eine todgeweihte Schöne, ein skrupelloser Gang-Lord, ein mysteriöser Schimmel, dem Flügel wachsen - ein bisschen kitschig ist das schon. Peinlich sein muss es einem trotzdem nicht,  vor einem Kino, das «Winter's Tale» zeigt, gesehen zu werden. Denn der Cast versammelt A-Klasse-Schauspieler: Die Oscar-Preisträger Russel Crowe (als Gangsterboss), Jennifer Connelly (als Bibliothekarin), William Hurt (als liebender Vater) und der Tausendsassa Colin Farrell, ok, der hat noch keine Oscar, unbegreiflichereweise, aber immerhin einen Golden Globe. Der Ire mit den Wahnsinns-Augenbrauen, sonst auf Psychopathen- und Killer-Rollen abonniert, gibt den veliebten Romeo durchaus glaubhaft.

Immer gut als Bösewicht: Russell Crowe als Unterwelt-Figur.
© Warner Bros. (Transatlantic) Inc.

Immer gut als Bösewicht: Russell Crowe als Unterwelt-Figur.

Seine ätherisch schöne Herzdame wird von Jessica Brown Findlay («Downton Abbey») gespielt. Regie führte ebenfalls ein Schwergewicht: Akiva Goldsman, Produzent und Drehbuchautor von Blockbustern wie «The Da Vinci Code», «A Beautiful Mind» oder «I, Robot». Dessen Star, Will Smith, ist im Wintermärchen übrigens mit den der Partie, als Höllenfürst Luzifer, der Verlierer im Spiel Gut gegen Böse.

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