Sounds der Woche Lily Allen, Drake und David Bowie

Wir wiederholen uns. Und wir tun gut daran. Manche Künstler haben’s einfach drauf ihre musikalischen Ergüsse auch visuell adäquat zu untermalen. David Bowie zum Beispiel. Deshalb verdient er hier – nur zwei Wochen nach seinem letzten Podestplatz – wiederum einen Platz auf dem Treppchen, das in seinem Fall in den All-Inclusive-Bereich des Pop-Olymps führt. Und jetzt der Schocker: Für David, die lange verloren geglaubte Lily und den mal beinharten, mal babypopozarten Aubrey opfern wir diese Woche auch den Albumtipp.

Lily Allen «Hard Out Here»
«Wie kann sich jemand so gehen lassen?» fragt Lily Allens Manager zu Beginn ihres Comeback-Videos «Hard Out Here» während er seinen Schützling auf dem OP-Tisch begutachtet, der darauf wartet fit für den Wiedereinstieg ins Musikgeschäft gemacht zu werden. «Ich habe zwei Kinder zur Welt gebracht!» ruft Allen noch zur Verteidigung, ehe dann alle zünftig ihr Fett wegkriegen. Wie früher. Lily, we missed you!

Drake «Worst Behavior»
Man ist sich nicht sicher bei Aubrey Drake Graham, besser bekannt unter seinem Zweitnamen Drake: Besitzt er nun Selbstironie oder nicht? Wahrscheinlich nicht (Übrigens: Kürzlich twitterte sein Rapkollege R.A. The Rugged Man: «TMZ just reported that Drake is pregnant.»). Wie dem auch sei, eine gewisse Form von Humor scheint der Mann, der so unvermittelt zwischen auf-den-Punkt-Versen und Säusel-R&B wechselt, allerdings schon zu besitzen. Die Zwischenszenen seines neuen, über zehn Minuten langen Videoclips zum Song «Worst Behavior» – musikalisch kein besonders grosses Highlight (im Gegensatz zum Remix von «Hold On, We’re Going Home» mit Rick Ross ) – beweisen es wohl. 

David Bowie «Love Is Lost» (Hello Steve Reich Remix)
Und sie klatschen immer noch: Nein, wir sind nicht meschugge, David Bowie hat wirklich ein zweites Video zu James Murphys «Love Is Lost» (Hello Steve Reich Remix) veröffentlicht. Diesmal nicht von ihm selbst, sondern von OK-GO-Kollaborateur Barnaby Roper. Da sich Murphy bei seiner Bearbeitung des Songs an Steve Reichs Stück «Clapping Music» orientierte, macht auch alles Sinn. 

Das Video gibt es hier: www.tape.tv/vid/720891.

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