Buchtipp «Flut» Nach dem Spass kommt das Wasser

In «Flut!» erzählt der New Yorker Eric Drooker die Geschichte einer verlorenen Seele in starken Bildern, ganz ohne Worte.
Eric Drooker, «Flut!», Avant-Verlag
© Avant-Verlag

Eric Drooker, «Flut!», Avant-Verlag

Der Avant-Verlag in Berlin ist für Fans von zeitgenössischen Comic eine wahre Fundgrunde, ein Qualitätslabel. Wo Avant draufsteht, ist das Beste drin, was das Genre zu bieten hat. So etwa in der Neuerscheinung «Flut!», einem Roman in Bildern von Eric Drooker. Der Autor, der ohne Worte auskommt, arbeitet mit Schabkarten, holt mit scharfer Klinge das Licht aus dem Dunklen, dem Untergrund. Ein Meister dieser Negativ-Technik, wie die beiden Schweizer Hannes Binder und Thomas Ott. 

Innenseiten aus «Flut!», dem wortlosen Roman von Eric Drooker.
© Avant-Verlag

Der Protagonist von «Flut!», dem wortlosen Roman von Eric Drooker, kämpft erst gegen die Unbill eines Lecks.

Drooker erzählt in (alp-)traumartigen Bildern von einem Heimatlosen in seiner Heimat New York. Neben dem suggestiven Schwarz-Weiss kommt eine Farbe ins Spiel: Blau.  Pulitzer-Preisträger Art Spiegelman («Maus») schrieb das Vorwort. Hinten im Buch gibt es ein erhellendes Interview mit Eric Drooker sowie 16 farbige Seiten von Covers des Künstlers für den «New Yorker», das Magazin, das für seine Titelbilder legendär ist. 

Drookers Sicht auf den Big Apple ist wenig glamourös.
© Avant-Verlag

Drookers Sicht auf den Big Apple ist wenig glamourös.

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