Sounds der Woche The Weeknd, The Weyers und Sun of Moon

Diesmal schmuggeln wir ein bisschen mehr als gewohnt in diese kleine Rubrik. Beschränkung ist eine Tugend, jaja, stimmt schon. Aber heuer wollen wir der Völlerei fröhnen. Denn neben den üblichen Verdächtigen – den jungen, schönen, stylisch gekleideten Damen (und Herren – siehe The Weeknd) mit Engelsstimmen – gilt es dem hiesigen Musikschaffen ein Kränzchen zu winden. Bild und Ton, Ton und Bild in seltenem Einklang – und beide in Erzähllaune. 

Und deshalb müssen die schöne Skye Ferreira (Album ist versprochen) und die gurgelnden Schwestern von Haim (schau, schau, ein Miley Cyrus Cover!) sich diesmal hier mit den billigen Plätzen begnügen.

Album der Woche: The Weeknd «Kiss Land»
Bereits vor einigen Wochen war Abel Tesfaye alias The Weeknd in diesen Zeilen zu Gast. Damals herrschte noch Unsicherheit darüber, ob er seine zerbrechlichen, vernarbten Elegien nach drei vielbeachteten Mixtapes und Youtube-Stardasein auch auf seinem neuen Album «Kiss Land» auf den Boden bringt. Nun, es ist ihm geglückt: Nie zärtelte er dramatischer. Wer das für Softiekitsch hält, hat nicht richtig zugehört. Anspieltipp: «Love In The Sky»

The Weyers «The Heart Of All Things»
Der Sache auf den Grund gehen, bis zum Kern, bis zum Herz vorstossen: Das macht das Geschwisterduo Weyermann in diesem Song. Und zwar nicht mit vollgeballerten Takten, sondern mit lange nachschwingenden, melancholischen Zeilen und Akkorden. Lola und Forrest sind gerannt, wieso wir nicht auch?

Sun of Moon «My Arms Around The World Tonight»
Auch wenn wir hier jetzt vielleicht eine verbotene Linie überschreiten und den heiligen Schleier der Verschwiegenheit lüften: Hinter den rätselhaften Namen lleluja-Ha und Sun of Moon und ein paar schön gestreuten biografischen Flunkereien verbringt sich der Schweizer Musiker Marcel Blatti, vormals eine Hälfte von Pola, heute wohnhaft in Berlin. Die Musik seines in langen Jahren entstandenen Soloalbums hat einen träumerischen Grundton, arbeitet oftmals mit Soundtrack-Ästhetik – und besitzt absolute Popqualitäten. Der Videoclip begleitet Stuntfrau Lena in ihrem Alltag.

Auch interessant