Jean Paul Gaultier Wenn Puppen sprechen

Jean Paul Gaultier entwarf das wohl berühmteste Korsett, das Hochzeitskleid für die füllige Sängerin Beth Ditto und zelebrierte den homoerotischen Matrosenlook - unter anderem. Eine vielseitige Wanderausstellung im Brooklyn Museum zeigt die Kreationen des lebensfreudigen Designers.
Kleid von Jean Paul Gaultier
© Paolo Roversi

Jean Paul Gaultier’s «Barbès» women’s ready-to-wear fall-winter collection, 1984–85.

Ob es wirklich eine gute Form macht, darüber lässt sich streiten. Dass es weltberühmt ist, steht ausser Frage. Das Bustier mit den spitzen Brüsten von Jean Paul Gaultier trug Madonna 1990 auf ihrer Welttournée. Der französische Modeschöpfer war auch der erste, der seine männlichen Models mit Röcken über den Laufsteg schickte. Die grosse Ausstellung «The Fashion World of Jean Paul Gaultier: From the Sidewalk to the Catwalk» zeigt jetzt im Brooklyn Museum sein Schaffen - auf unkonventionelle Weise. So sind beispielsweise die Puppen mit Gesichtern von Models oder Musikerinnen ausgestattet, die singen, vor sich hinsprechen oder den Besuchern mit den Augen folgen. Die Wanderausstellung bleibt bis 23. Februar 2014, im April kommt sie wieder nach Europa, ins Barbican Centre in London.

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