Kinotipp «Inside Llewyn Davis» Wo bleibt der Witz?

Die Regisseur-Brüder Joel und Ethan Coen zeichnen in ihrem neuen Film «Inside Llewyn Davis» das Leben eines Folk-Musikers nach. Leider lässt der Humor vergeblich auf sich warten.
Inside Llewyn Davis
© Ascot Elite

Llewyn Davis alias Oscar Isaac.

Was haben wir uns gekringelt ob jedem neuen Film der Coen-Brüder. Sogar wenn die Brothers furchtbar blutig waren (zum Beispiel in «No Country for Old Men») fehlte es nie an Humor und Situationskomik. Was haben wir uns auf ihren neuen Streich, «Inside Llewyn Davis» gefreut – und sind zart enttäuscht aus dem Film gekommen. Wir tingeln da mit einem bärtigen Folk-Musiker (Oscar Isaac) von Sofa zu Sofa, von Kellerbühne zu Kellerbühne und hören uns neunzig Minuten Männer und ihre Gitarren an. Mehr ist da nicht zu sehen und hören. Der Scherz mit der entsprungenen Katze könnte  auch aus einer Klaumaukkomödie wie «Hangover» stammen. Und eine bärbeissige Carey Mulligan sowie Kurzauftritte von Schwergewicht John Goodman, Stammakteur bei den Coens, oder Justin Timberlake retten da auch nicht. Was haben wir gelernt? Vollbärte stehen nicht jedem Kerl, und auch hervorragende Regisseure können mal daneben greifen. Auf den nächsten Coen-Film freuen wir uns dennoch wieder – oder erst recht.

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