Perfekte Begleiter für kalte Abende Unser liebstes Winter-Soulfood

Das beste an kalten, grauen Tagen? Das herrliche Soulfood, mit dem wir es uns ganz ohne schlechtes Gewissen gemütlich machen können. Die Style-Redaktion verrät ihre Winter-Favoriten. 
Unser liebstes Winter-Soulfood
© Unser liebstes Winter-Soulfood

Dampfnudeln

Eigentlich wünsche ich mir an jedem Abend dasselbe: eine warme Mahlzeit. Egal ob Winter oder Sommer, aber im Winter sicher mehr, als im Sommer. Ich bin da auch gar nicht so wählerisch, hauptsache, ich muss es nicht selbst kochen. Wenn ich aber doch mal wählerisch sein darf, will heissen, daheim bei Muttchen, dann dürfen es gerne und viele Dampfnudeln sein. Mit Vanillesauce und Muttchens eingemachten Zwetschgen. Da wird mir warm ums Herz und im Bauch.
Katrin Montiegel, Textchefin

Zimtschnecken

In meinem Winterwonderland gehört Bing Crosby zum festen Inventar, wie auch die gute, alte Zimtschnecke. Hefeteig, ihr Hauptbestandteil nebst Zucker und Zimt, ist eine Köstlichkeit. Wenn richtig zubereitet. Lassen Sie dem Teig Zeit. Einen Sonntagmorgen lang sollte reichen und sie werden reich beschenkt. Mit Mmmmmhs und Ooooohs. Und unvergleichlichem Zuckerflash.
Mara Mürset, Grafikerin

Maroni aus dem Backofen

Mit Maroni kann ich mir den Bauch vollschlagen. Besonders gemütlich wird es, wenn man die Edelkastanien im Anschluss an einen Spaziergang an der frischen Luft zuhause im Ofen bäckt. Kombiniert mit einem Glas Merlot – der Hit! Hier der ultimative Tipp, wie die Maroni gut schälbar werden: Unbedingt zuerst eine gute Stunde im Wasser einlegen. Dann einschneiden und sechs Minuten in kochendes Wasser geben. Während dem Backen immer mal wieder mit Wasser beträufeln, damit sie nicht austrocknen.
Nina Huber, Redaktorin

Grumpli Paprikage

Schreibt man sicher komplett anders, aber in meiner Familie so. Mein Schwiegervater ist Halb-Ungare, und hat das Rezept für den Eintopf von seiner Mutter an seine Nachkommen weitergegeben. Diese interpretieren die Ausgangslage ziemlich freestyle und mit Schweizer Einflüssen: Bei uns kommen Kartoffeln, Cervelat- und Landjägerstücke sowie eine Paprika-Sauce, bestehend aus Bouillon, Rahm und ungarischem Paprika, in den Suppenteller. Schmeckt und wärmt.
Priska Amstutz, Stv. Chefredaktorin

Slow Food Market in Oerlikon

Allein der Gedanke an das Wochenende vom 16.-18. November erwärmt mir das Herz. Denn dann findet erneut der Slow Food Market in den heiligen Messehallen in Oerlikon statt. Seit ich mich dort letztes Jahr wie die kleine Raupe Nimmersatt durch sämtliche Stände degustiert habe, freue ich mich auf diesen Event. Er lobpreist das kulinarische, regionale Handwerk und so lautet der Untertitel nicht umsonst “Messe des guten Geschmacks”. Ich geriet damals in von Käse begleitete Weinproben, schwelgte in feinsten Brotaufstrichen und zartester Schokolade und liess mich mit Leib und Seele von euphorischen Produzenten in die Kunst des Schnapsbrennens einführen. Vielleicht wurde mir auch deshalb so wohlig warm.
Linda Leitner, Fashion Editor

Heisse Trinkschokolade

Ich habe letztes Jahr in Kolumbien gelernt wie man echte heisse Schokolade macht. Dort gibt es Schokolade aus 100 Prozent Kakao (sonst nichts, und damit ist es eigentlich auch keine Schokolade, es sieht nur von der Form so aus). Vom Riegel bricht man einen Block ab und gibt ihn in heisse Milch. Dann verquirlt man das ganze mit einem Holzquirl (gab’s früher bei der Oma, erinnert Ihr Euch?) von Hand so lange, bis sich Schaum gebildet hat. Zucker kann man nach belieben beigeben. Die Trinkschokolade ist ganz dickflüssig und man kann die kleinen Kakaostücke im Mund noch spüren. In Bogota wird dazu ein Stück Käse gereicht (wer’s mag), bei unseren Freunden gab es sie einfach zum Frühstück. Ab und zu mache ich mir in der Schweiz ein “Erinnerungs-Glas” (so lange mein Kakao-Vorrat noch reicht).
Christine Halter-Oppelt, Design Editor

Süsskartoffel-Fries

An einem regnerischen, dunklen Abend gibt es für mich nichts Schöneres, als bei brennendem Kamin und mit einer grossen Schale Süsskartoffel-Fries auf dem Sofa zu liegen und einen kleinen Serien-Marathon zu starten. Die Fritten gibt’s bei mir in der einfachst-möglichen Form: Süsskartoffel in die richtige Grösse schneiden, mit Olivenöl, Salz, Pfeffer, Paprika und Curry bestreuen und für 15 Minuten in den Ofen. Zwischendurch einmal wenden – voilà.
Malin Mueller, Online Editor

Selfmade Thai Suppe

In den dunklen Monaten ist mir immer und überall kalt. Suppen und insbesondere würzige Thai Suppen verschaffen mir da Abhilfe. Dank jeder Menge scharfer Zutaten, wie Chilischoten, Ingwer und roter Currypaste, wärmt mich ein Teller richtig schön von innen. Ähnlich wie meine Kollegin Malin esse ich die heisse Köstlichkeit (aussnahmweise) auf dem Sofa vor meiner Lieblingsserie. Heisst ja nicht umsonst Soulfood.
Denise Kühn, Junior Editor Online 

Fondue

Für eine (Halb-)Walliserin ist ein Fondue natürlich nicht nur ein Winter-Essen. Nichtsdestotrotz muss, sobald es draussen kälter wird, unbedingt das erste Fondue her. Entweder mit Brot – klassisch, oder den Käse mittels einer Kelle über zermanschte Kartoffeln giessen, so wie es mein Grand-Papa einst tat – à la Walliser halt. Nicht zu vergessen: Schwarztee, kein kaltes Wasser (!), da verklumpt sich nur der Käse im Magen; dann ein Glässchen Fendant und etwas Kirsch für den Coup de Milieu, das hilft bei der Verdauung. Also dann wünsch ich: Bon appétit!    
Pauline Broccard, Redaktorin

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