Kinotipps You Were Never Really Here und Sarah joue un loup-garou

Das Leben ist kein Ponyhof. Die zwei neuen Filme dieser Woche, einer aus Hollywood, einer aus der Schweiz, zeigen denn auch die dunklen Seiten. 
You Were Never Really Here
© Praesens-Film

Joe (Joaquin Phoenix) ist spezialisiert auf die Befreiung jugendlicher Entführungsopfer. Kein Wunder, sieht er so fertig aus. 

«You Were Never Really Here»

Das Drama wird als der «Taxi Driver» des 21. Jahrhundert gehandelt. Und das triffts auf den Kopf. Ein harter, düsterer, blutiger, hyperrealistischer Thriller. Joaquin Phoenix («Walk the Line», «Gladiator») räumt in der Unterwelt von New York auf, schaltet die Bösewichte gnadenlos aus, mischt Kinder-Bordelle auf. Warum soll man sich das antun? Einfach weil Joaquin Phoenix in der Form seines Lebens ist. Unser erster Oscar-Kandidat steht also schon fest. 

«Sarah joue un loup-garou»

Ein Schweizer Film um die Nöte eines Teenagers, im Stil von «Blue My Mind». Regisseurin Katharina Wyss hat das Thema in ihrem Erstling feinfühlig und überraschend umgesetzt. Die Hauptdarstellerin Loane Balthasar, ausgezeichnet mit dem Max Ophüls-Preis als bester Schauspielnachwuchs 2018, macht den Film sehr sehenswert. Nicht nur fürs Jungvolk, sondern vor allem für Eltern von Halbwüchsigen. Ganz ohne Gewalt und Gänsehaut geht’s auch hier nicht.

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